Schweizer Franken im Millionenwert

Ungültige Geldscheine aus Druckerei gestohlen

Zürich - Peinlicher Vorfall beim Schweizer Banknotenhersteller: In der Sicherheitsdruckerei Orell Füssli sind rund 1800 Tausend-Franken-Scheine im Wert von 1,47 Millionen Euro gestohlen worden.

Das Geld kam offenbar zumindest teilweise in Umlauf. Wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Dienstag mitteilte, ist der Fall den Behörden bereits seit vergangenem Herbst bekannt. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen der Bundesanwaltschaft sei die Öffentlichkeit aber nicht früher informiert worden.

Laut der Bank weisen die ungültigen Scheine keine Seriennummern auf - oder wurden nachträglich aufgedruckt. Zudem fehlten die eingestanzten Sicherheits-Lochmuster oder seien nachträglich manipuliert worden. Die ungültigen Banknoten seien auf dem ersten Blick nur schwer zu erkennen. Die Nationalbank rief dazu auf, verdächtige Tausendernoten überprüfen zu lassen. Für die Schäden haftet Orell Füssli. Das Unternehmen druckt seit über einem Jahrhundert im Auftrag der SNB die Schweizer Banknoten.

Die britische Polizei hatte im vergangenen Oktober die Schweizer Behörden alarmiert, dass zwei Männer in einer Londoner Wechselstube versucht hätten, verdächtige Tausenderscheine in Pfund umzutauschen. Die Männer wurden laut Schweizer Staatsanwaltschaft festgenommen, in ihrem Besitz fanden sich 37 der Noten. Einer von ihnen wurde bereits in London verurteilt und verbrachte sieben Monate in Haft, ein im April in Zürich festgenommener Komplize kam zwei Monate später wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen gegen sie und mögliche weitere Komplizen dauerten demnach an.

afp

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