Schweiz verbietet deutschem Islamprediger die Einreise

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Pierre Vogel auf einem seiner Islam-Videos, die auf dem Videoportal Youtube verbreitet werden.

Bern - Dem deutschen Islamprediger Pierre Vogel ist die Einreise in die Schweiz verboten worden. Das Bundesamt für Migration bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte.

Vogel wollte am Samstag auf einer Kundgebung in Bern sprechen, zu der islamische Gruppen wegen des Bauverbots für Minarette aufgerufen haben. Nach Angaben des Bundesamtes wurde das Einreiseverbot auf Antrag der Stadt Bern ausgesprochen, die um die Sicherheit bei der Kundgebung fürchte.

Derzeit wird noch bei der Berner Polizei geprüft, ob die Kundgebung überhaupt stattfinden kann. Zu den eingeladenen Rednern hatten die Organisatoren der Polizei gegenüber keine Angaben gemacht. Jedoch hieß es auf der Internetplattform Facebook, dass Pierre Vogel, als Gastredner auftreten wolle. Dieser bestätigte dies auch der Zeitung “20Minuten“.

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Das Bundesamt für Migration beruft sich nach eigenen Angaben auf das Ausländergesetz, das Einreiseverbote erlaubt, wenn die Betroffenen gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstoßen. “Sollte er bei der Kundgebung auftauchen, wird er festgenommen und abgeschoben“, sagte ein Sprecher des Bundesamtes am Freitag. Der 31-jährige ehemalige Profiboxer Vogel ist zum Islam konvertiert und predigt vor allem vor jüngeren Leuten, die er ebenfalls zum Übertritt auffordert. Er tritt unter anderem für das islamische Recht, die Scharia, ein.

Aufgerufen zu der Demonstration vor dem Berner Bundeshaus hat der Islamische Zentralrat Schweiz. Hintergrund für den Protest ist die Volksabstimmung vom 29. November, bei der mit der überraschend hohen Zahl von fast 58 Prozent ein Bauverbot für Minarette in der Schweiz beschlossen worden war. Das hatte im In- und Ausland Proteste nicht nur islamischer Gruppen ausgelöst. Am Donnerstag verlangte die Organisation der islamischen Konferenz (OIC) bei den UN in Genf die Aufhebung des Verbotes in der Schweiz. Das Resultat der Anti- Minarett-Abstimmung solle für ungültig erklärt werden. Die Organisation, der 56 Länder angehören, fürchtet, dass das Ergebnis zu einem Präzedenzfall in Europa wird.

dpa

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