"Schuhwerfer von Bagdad" selbst mit Schuh beworfen

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Muntadhar al Seidi wirft im Dezember 2008 in Bagdad  einen Schuh auf den früheren US-Präsidenten George W. Bush. Jetzt wurde er selbst bei einer Pressekonferenz in Paris mit einem Schuh beworfen.

Paris - Der als “Schuhwerfer von Bagdad“ weltweit bekannt gewordene irakische Journalist hat sich am Dienstag selbst vor einem Treter in Sicherheit bringen müssen.

Muntadhar al Seidi wurde auf einer Pressekonferenz in Paris offenbar von einem Landsmann mit einem Schuh beworfen und verfehlt. “Er hat meine Technik gestohlen“, witzelte Al Seidi später. Sein Bruder setzte dem Mann nach und warf ihm einen Schuh hinterher, als er den Saal verließ. Al Seidi hatte im Dezember vergangenen Jahres während einer Pressekonferenz in Bagdad seine Schuhe gegen den damaligen US-Präsidenten George W. Bush geworfen und war damit über Nacht zum Helden jener Bevölkerungsgruppen in der arabischen Welt geworden, die den Irak-Krieg und die Besatzungspolitik der Vereinigten Staaten in der Region ablehnten. Er wurde dafür in Bagdad zu drei Jahren Gefängnis verurteilt und Mitte September dieses Jahres wegen guter Führung vorzeitig freigelassen.

AP

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