Multimillionär plant Mission

Schon 2018 soll ein Ehepaar den Mars umrunden

Washington - Sie sollen 16 Monate lang auf engstem Raum zusammengepfercht leben, um zum Mars und zurück fliegen: Das schafft wohl nur ein Ehepaar, meint das Team um Multimillionär Dennis Tito. 

Die Mission „Inspiration Mars“ will Titos Mannschaft schon 2018 verwirklichen.

Der amerikanische Multimillionär Dennis Tito plant eine eigene Marsmission: Schon in fünf Jahren soll mit einer privaten Rakete ein Ehepaar auf die Reise zum Roten Planeten geschickt werden, ihn in etwa 100 Kilometer Entfernung einmal umkreisen und zur Erde zurückkehren. Die Reise soll im Januar 2018 beginnen und 16 Monate dauern. Tito stellte den Plan am Mittwoch in Washington vor.

Der Unternehmer war 2001 als erster Weltraumtourist ins All geflogen. Nun verspricht er finanzielle Unterstützung für die Mission namens „Inspiration Mars“. Experten schätzen die Kosten auf mehr als eine Milliarde Dollar.

Die Raumkapsel soll nur mit dem Nötigsten ausgestattet sein. So soll es keine Landevorrichtung und auch keine Raumanzüge für Raumspaziergänge geben. Auch die Nahrung soll knapp bemessen sein. Trinkwasser würde aus dem Urin des Astronauten-Paars aufbereitet.

„Das wird keine leichte Mission“, sagte der Techniker und mögliche Teilnehmer der Mission Taber MacCallum in einem Interview. Die Mars-Reise sei zudem sehr riskant. Aber die Sache sei es wert, dieses Risiko einzugehen. Die Mission könne als Inspiration dienen.

Er erläuterte auch, warum ein Ehepaar die Reise gemeinsam unternehmen solle: „Dies ist sehr symbolisch, und es soll die Menschheit mit einem Mann und einer Frau repräsentieren.“ Auf einer derart weiten Reise in so beengtem Platz könnten sich die Ehepartner zudem emotional stützen, wenn sie sich immer weiter von der Erde entfernen. „Wenn das nicht beängstigend ist, dann weiß ich nicht“, sagte MacCallum, der als Vorbereitung auf Langzeitmissionen zwei Jahre lang im sogenannten Biosphere-2-Projekt gelebt hat.

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Die US-Weltraumbehörde NASA bezeichnete die Pläne als Ausweis des Muts der kommerziellen Raumfahrtindustrie und der Abenteuerlust der Amerikaner. Man werde mit dem Team von Inspiration Mars im Gespräch bleiben, auch über Kooperationsmöglichkeiten.

Der frühere Chef der NASA-Marsmission und heutige Stanford-Professor Scott Hubbard erklärte, das technische Papier zu den Reiseplänen zeige zwar sehr viel Inspiration, aber wenige technische Details. Das, was enthalten sei, sei aber korrekt, sagte er.

AP

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