Eis und Schnee beherrschen Europa

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Schnee in Paris. Der Winter hat Frankreich fest im Griff.

Berlin - Nicht nur Deutschland ächzt unter Schnee und Verkehrsproblemen: In Schottland rückt die Armee aus, auch Frankreich und Luxemburg kämpfen mit dem Winter.

Während Deutschland nach heftigen Schneefällen unter gestrichenen Flügen, Verspätungen im Bahnverkehr und Verkehrsstaus leidet, schlägt der Winter in anderen europäischen Ländern viel härter zu:

Nach dem schwersten Wintereinbruch seit fast 50 Jahren hat die schottische Hauptstadt Edinburgh am Donnerstag die Armee zur Hilfe gerufen. Die Soldaten sollten unter anderem die Straßen rund um Krankenhäuser und Pflegeheime von Schnee und Eis befreien. Schottland ist seit fast zwei Wochen fest im Griff von Schneemassen, die sich bis zu 70 Zentimeter hoch auftürmen. Einige abgelegene Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten. Am Mittwoch waren Tiefsttemperaturen von minus 18 Grad gemessen worden.

In Frankreich riet das Innenministerium am Donnerstag offiziell davon ab, im Großraum Paris mit dem Auto zu fahren. Es bestehe ein hohes Glatteisrisiko. Etwa 3000 Menschen hatten die Nacht zum Donnerstag in Notunterkünften verbracht. Auf den Pariser Flughäfen, die zu den wichtigsten Drehkreuzen des Kontinents zählen, waren am Mittwoch tausende Reisende hängengeblieben und zahlreiche Flüge ausgefallen. Das wirkte sich auf den Flugverkehr in ganz Europa aus. Am Donnerstag ließ der Schneefall nach, in Paris herrschten sogar Plusgrade. In Frankreich gab es 2003 zum letzen Mal ein vergleichbares Schneechaos.

In Luxemburg blieben am Donnerstag nach heftigem Schneefall die Schulen geschlossen. Dies teilte das Erziehungsministerium am Morgen mit, als bereits zahlreiche Kinder auf dem Schulweg waren. Auf dem Luxemburger Flughafen, der am Mittwochnachmittag gesperrt worden war, landeten und starteten am Donnerstag wieder Flugzeuge.

In Griechenland herrschen dagegen mitten im Advent sommerliche Temperaturen: Auf Kreta stiegen die Thermometer bei Sonnenschein bis auf etwa 24 Grad, in Athen bis auf 22. In vielen Regionen des Landes haben die Leute seit März noch keinen einzigen Tag heizen müssen.

dpa

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