Schlammlawine in Brasilien: Immer mehr Hinweise auf Giftstoffe

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Schlammlawine in Brasilien: Nach dem Dammbruch in dem Eisenerz-Bergwerk, bei dem 13 Menschen starben, schließen die Betreiber einen Zusammenhang mit giftigen Stoffen im Fluss Rio Doce nicht mehr aus.

Rio de Janeiro - Nach der Schlamm-Katastrophe in Brasilien schließen die Betreiber des dafür verantwortlichen Bergwerks einen Zusammenhang mit giftigen Stoffen im Fluss Rio Doce nicht mehr aus.

Die nach dem Dammbruch in einem Rückhaltebecken ausgelöste Schlammlawine könne giftige Metalle wie Arsen, Chrom und Nickel losgelöst haben, teilte Vale mit. Das Unternehmen betreibt das Bergwerk in Minas Gerais mit dem australisch-britischen Konzern BHB. 13 Menschen starben durch den Unfall.

Die Vale-Direktorin für Gesundheit und Sicherheit, Vania Somavilla, betonte aber, die Chemikalien seien nicht durch die Schlammlawine freigesetzt worden, sondern seien zuvor schon an den Ufern und im Fluss vorhanden gewesen und womöglich nun mitgerissen worden.

Nach dem Dammbruch in dem Eisenerz-Bergwerk und der Verunreinigung des Rio Doce auf rund 850 Kilometern bis zur Mündung in den Atlantik will Brasiliens Regierung von dem Bergbau-Konsortium mindestens 20 Milliarden Reais (5 Mrd. Euro) Schadenersatz fordern. Bundesgeneralanwalt Luís Inácio Adams will am Montag eine entsprechende Zivilklage erheben.

Über 50 Millionen Tonnen Schlamm aus dem geborstenen Klärbecken der Mine flossen in den Río Doce ein. Rund neun Tonnen tote Fische wurden seither aus den Gewässern geholt.

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