Samoa und Sumatra: Schon über 900 Tote

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Bild der Zerstörung aus Sumatra.

Padang - Einen Tag nach den Naturkatastrophen in Indonesien und im Südpazifik ist die Zahl der Toten auf über 900 gestiegen, die Behörden rechneten mit hunderten weiteren Opfern.

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Auf der von einem Erdbeben verwüsteten indonesischen Insel Sumatra kamen nach offiziellen Angaben mindestens 777 Menschen ums Leben. Es wird befürchtet, dass noch Tausende von Menschen in den Trümmern verschüttet sind. Auch auf den Samoa-Inseln, wo der Tsunami mindestens 150 Menschen in den Tod gerissen hatte, wird erst in einigen Wochen mit einer abschließenden Bilanz gerechnet. “Wir müssen auf das Schlimmste gefasst sein“, sagte der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono. In der Provinzhauptstadt von Sumatra, Padang, stürzten mindestens 500 Häuser ein. Während der Bergungsarbeiten erschütterte am Donnerstag ein weiterer Erdstoß die Insel. Er hatte eine Stärke 6,8 und brachte in der Stadt Jambi 30 Häuser zum Einsturz. Bei dem Seebeben vom Mittwoch wurde eine Stärke von 7,6 gemessen. Laut UNICEF sind in Sumatra zehntausende Menschen obdachlos geworden, ein Drittel von ihnen sind Kinder. Das UN-Kinderhilfswerk alarmierte, die Überlebenden bedürfen dringend humanitärer Hilfe. Die Bundesregierung in Berlin sicherte Indonesien Unterstützung zu.

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Glück hatte ein singapurischer Tourist. Er konnte lebend aus den Überresten seines Hotels in Padang geborgen werden, nachdem Rettungskräfte seine Hilferufe gehört hatten. 25 Stunden war er unter den Trümmern mit einem gebrochenen Bein verschüttet gewesen. Nach dem Tsunami auf den Samoa-Inseln trafen dort die ersten Hilfslieferungen ein. Militärmaschinen brachten neben Lebensmitteln, Medikamenten und Wasser auch Ärzteteams auf die Inseln. Gerichtsmediziner aus Neuseeland sollen bei der Identifizierung von Toten helfen. Die Zahl der Todesopfer stieg am Donnerstag auf mindestens 150, zahlreiche Bewohner werden nach der von einem Seebeben der Stärke 8,0 bis 8,3 ausgelösten Flutwelle noch vermisst. Es könne ein bis drei Wochen dauern, bis eine abschließende Bilanz gezogen werden könne, sagte Polizeichef Lilo Maiava. Der Ministerpräsident von Samoa, Tuilaepa Sailele, sagte: “In einigen Dörfern ist kein Haus stehen geblieben.“ Auch sein eigenes Heimatdorf Lesa sei weggespült worden. Schockiert suchten Überlebende am Donnerstag nach den Resten ihrer Häuser. “Für mich war das wie ein Monster“, sagte der Behördenangestellte Luana Tavala in Amerikanisch-Samoa. “Schwarzes Wasser kam direkt auf uns zu.“

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Zahlreihe deutsche Hilfsorganisationen riefen zu Spenden auf. “Es gilt, jetzt keine Minute zu verlieren“, sagte der Hauptgeschäftsführer von Care, Anton Markmiller. Die Überlebenden bräuchten dringend Trinkwasser, damit sich keine Seuchen ausbreiteten. Zudem fehlt es nach Angaben der Hilfsorganisationen an Nahrung, Notunterkünften und medizinischer Versorgung. Die Bevölkerung der Philippinen blickte unterdessen mit Sorge dem Taifun “Parma“ entgegen, der sich mit Windgeschwindigkeiten von 210 Kilometern in der Stunde auf den Inselstaat zubewegt. In der Hauptstadt Manila kündigte sich die Front am Donnerstag mit Dauerregen an. Dabei erholen sich die Philippinen erst von den Folgen des Taifuns “Ketsana“, der am Samstag über Manila hinwegzog und anschließend auch in Vietnam und Kambodscha schwere Schäden anrichtete. In den drei Ländern kamen 386 Menschen ums Leben. Der philippinische Chefmeteorologe Nathaniel Cruz sagte, “Parma“ könne noch stärker werden als “Ketsana“.

AP

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