Russisches Gericht hat entschieden

Untersuchungshaft für Greenpeace-Aktivisten

+
Ein Greenpeace-Aktivist hinter Gittern

Moskau - Ein russisches Gericht hat mindestens neun der 30 Greenpeace-Aktivisten wegen ihres Protests gegen Ölbohrungen in der Arktis in Untersuchungshaft genommen.

Das russische Gericht hat entschieden, dass der Kapitän des Aktionsschiffs „Arctic Sunrise“, der US-Amerikaner Peter Wilcox, zwei Russen, zwei Neuseeländer sowie je ein Kanadier, Pole, Brite und Franzose mindestens zwei Monate hinter Gittern bleiben müssen. Das meldete die Agentur Interfax am Donnerstag. Das Gericht in der nordrussischen Stadt Murmansk begründete die Entscheidungen mit Fluchtgefahr.

Im Falle eines Schweden verschob einer der insgesamt sechs Richter in dem Massenverfahren die Entscheidung zunächst um drei Tage. Die Justiz ermittelt gegen die Umweltschützer wegen bandenmäßiger Piraterie. Darauf stehen bis zu 15 Jahre Haft.

Einer der Inhaftierten, Denis Sinjakow, ist ein bekannter russischer Pressefotograf. Er war von Greenpeace angeheuert worden, um die Fahrt der „Arctic Sunrise“ zu dokumentieren. „Das kriminelle Vergehen, dessen ich beschuldigt bin, heißt Journalismus. Ich werde das weiterhin tun“, sagte Sinjakow. In Moskau wollten Umweltschützer und Kremlgegner am Abend insbesondere für seine Freilassung demonstrieren. Die Ermittlungsbehörde hatte beantragt, alle 30 Festgenommenen in U-Haft zu nehmen.

Lesen Sie dazu auch:

Putin: Versöhnliche Töne gegenüber Greenpeace

Greenpeace-Aktivisten in russischer Haft

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Amri-Ausschuss in NRW nimmt Rolle von V-Mann ins Visier

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Fahrgeschäfte, Buden, Zelte: Das gefällt den Besuchern am besten 

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Werder-Ankunft in Köln

Werder-Ankunft in Köln

Meistgelesene Artikel

Blutbad von Las Vegas: Endlich gibt es eine gute Nachricht

Blutbad von Las Vegas: Endlich gibt es eine gute Nachricht

Mann macht unheimliches Video auf Flucht vor verheerenden Bränden in Kalifornien

Mann macht unheimliches Video auf Flucht vor verheerenden Bränden in Kalifornien

Albtraum-Unfall: Rentner stürzen von Tiroler Pass-Straße in felsige Tiefe

Albtraum-Unfall: Rentner stürzen von Tiroler Pass-Straße in felsige Tiefe

Weitere Häuser in Kalifornien gehen in Flammen auf - schon 38 Tote

Weitere Häuser in Kalifornien gehen in Flammen auf - schon 38 Tote

Kommentare