Nach Flutkatastrophe

Rotes Kreuz bleibt über den Winter im Ahrtal aktiv

Rotkreuzhelfer
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Das DRK stellte in den ersten Wochen nach dem Hochwasser an vielen Orten mobile Arztpraxen auf.

Nachdem in den ersten Wochen nach den verheerenden Überschwemmungen Mitte Juli bis zu 3500 Helfer des DRK im Einsatz waren, sind es heute noch knapp 50 Helfer. Diese bleiben bis auf Weiteres vor Ort.

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Berlin - Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal vor rund drei Monaten werden Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) noch lange im Einsatz sein.

„Das wird über den bevorstehenden Winter hinaus noch andauern“, sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben uns kein Zeitfenster gesetzt, weil wir sagen: Solange die Menschen die Hilfe brauchen, sind wir da. Wir gehen davon aus, dass der Wiederaufbau der zerstörten Häuser und Infrastruktur Jahre in Anspruch nehmen wird.“

So habe das Rote Kreuz an vielen Stellen Ersatzstromerzeuger aufgestellt. „Immer noch sind 20.000 Menschen ohne Telefon und Internet“, sagte sie. Zudem wurden rund 1000 Bautrockner zur Verfügung gestellt. Außerdem sollten für den Winter verstärkt Heizlüfter ausgegeben werden. Von 70 Trinkwasserausgabestellen sind noch 18 aktiv. Und es gebe noch etliche betriebene Waschsalons. Das Rote Kreuz sei daher auch beim Aufbau von Kläranlagen dabei.

In den ersten Wochen nach der Katastrophe Mitte Juli waren laut Hasselfeldt in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bis zu 3500 ehren- und hauptamtliche Helfer des DRK im Einsatz. Heute sind es noch knapp 50 Helfer aus dem Bundesgebiet plus zahlreiche Kräfte des Kreis- und Landesverbandes, die im Ahrtal unterstützen.

Hasselfeldt sagte, der Hilfseinsatz an der Ahr sei einer der größten des DRK nach einer Unwetterkatastrophe in Deutschland gewesen. Es sei wichtig, dass man sich bundesweit für künftige Katastrophenfälle - auch in Form von Pandemien oder Cyberangriffen - besser vorbereite.

Im Ahrtal waren bei Hochwasser nach Starkregen am 14. und 15. Juli 133 Menschen getötet und Tausende Häuser zerstört oder beschädigt worden. dpa

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