Nicht alles Fiktion?

Nach 22 Jahren: Romanautor wird in China wegen vierfachem Mord festgenommen

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Es war wohl nicht alles Fiktion: Der bekannte chinesische Schriftsteller Liu Yongbiao ist 22 Jahre nach einem vierfachen Mord unter Tatverdacht festgenommen worden, wie die Polizei in Huzhou in der Ostprovinz Zhejiang bestätigte.

Peking - Der 53-Jährige soll die Tat gestanden und den Polizisten gesagt haben: „Ich habe die ganze Zeit auf euch gewartet“, wie ihn die Zeitung „Sixth Tone“ zitierte.

Er habe die Tat mit einem heute 64 Jahre alten Freund begangen, der ebenfalls festgenommen worden sei. Neue Methoden zur Analyse von Erbgut und Fingerabdrücke vom Tatort hätten die Polizei auf ihre Spur gebracht, schrieben das Blatt und die „China Daily“. Beide sollen 1995 aus Geldmangel einen Gast in einer Unterkunft ausgeraubt und getötet haben. Um das Verbrechen zu vertuschen, hätten sie auch die Besitzer des Gästehauses und deren 13-jährigen Enkel erschlagen.

In einem Buch hatte der Autor 2010 angekündigt, einen Krimi mit dem Titel „Die schöne Autorin, die tötete“ schreiben zu wollen, der hoffentlich verfilmt würde: „Ich will einen Roman über eine hübsche Schriftstellerin schreiben, die viele Menschen getötet hat, aber deren Fälle ungelöst sind.“ Er hat mehrere Bücher veröffentlicht. Ein Liebesroman von 2014 wurde als 50-teilige Fernsehserie adaptiert.

In einem Brief, den Liu Yongbiao seiner Frau hinterließ, hieß es laut „China Daily “: „Ich habe 20 Jahre in Angst gelebt. Ich wusste, der Tag wird kommen.“

dpa

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