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Rocksänger Mark Lanegan ist tot

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Von: Kevin Goonewardena

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Mark Lanegan, Sänger der US-Grungeband Screaming Trees, ist tot. Er verstarb am 22. Februar in seinem Haus in Irland. 2020 lag der Sänger mehrere Wochen mit Corona im Koma.

Mark Lanegan bei einem Konzert in London 2017
Mark Lanegan, ehemaliger Sänger der Grunge-Pioniere Screaming Trees, ist tot. Er verstarb im Alter von 57 Jahren in seinem Haus in Irland. Hier ist er bei einem Konzert in London im Jahr 2017 zu sehen. © Imago/Zuma Press/Alberto Pezzali

Killarney – Der US-amerikanische Rocksänger Mark Lanegen ist tot. Der frühere Frontmann der Grunge-Band „Screaming Trees“ verstarb am 22. Februar 2022 auf seinem Anwesen im irländischen Killarney. Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Lanegan, der aus Ellensburg im US-Staat Washington stammte, wuchs in schwierigen Verhältnissen auf und verfiel früh dem Heroin. Er veröffentlichte als Sänger der Screaming Trees (1984-2000) mehrere Alben bei den legendären US-Indielabeln SST und Sub Pop Records. Die Band galt als Wegbereiter des neuen Grunge-Sounds von Bands wie „Soundgarden“ und „Nirvana“, der in den ausgehenden 1980er-Jahren in Seattle, Washington rund um das Label Sub Pop entstand.

Mark Lanegan ist tot – er war auch als Solomusiker erfolgreich, Kurt Cobain war ein Freund von ihm

Mark Lanegan ist auch als Solo-Musiker, Gastmusiker und Buchautor in Erscheinung getreten. Auf seinem ersten Solo-Album „The Winding Streets“ (1990) sind unter anderem Kurt Cobain, der Sänger der später zum Aushängeschild der Bewegung werdenden Band Nirvana, und deren Bassist Krist Novoselic zu hören. Mit Kurt Cobain war Lanegan auch befreundet. Beide treten auf einem Cover des Folk-Stücks „Where Did You Sleep Last Night“ in Erscheinung, das Nirvana 1994 bei ihrem legendären MTV Unplugged Konzert in New York ebenfalls spielen sollten.

Mark Lanegan: Erfolg mit Queens of The Stone Age

Lanegan beteiligte sich unter anderem an dem Projekt „Mad Season“, bestehend aus anderen Musikern aus der Seattle Szene, etwa „Pearl Jam“-Gitarrist Mike McGready und „Alice in Chains“-Sänger Layne Staley, der 2002 an einer Überdosis Heroin verstarb. 2001 schloss sich Lanegan der Band „Queens Of The Stone Age“ an, mit der er große Erfolge feiern konnte. Ihr Album aus dem Jahr 2013 „Like Clockwork“ kletterte bis auf den ersten Platz der US-Billboard Charts.

Auch seine Zusammenarbeit mit Isobel Campbell, ehemaliges Mitglied der schottischen Band „Belle & Sebastian“, erreichte große Aufmerksamkeit. Beide spielten auch in der Friedenskirche in Dachau im Jahr 2010 ein Konzert.

2020 lag Mark Lanegan wochenlang mit einer Covid-Erkrankung im Koma

2020 infizierte sich Mark Lanegan mit Corona und lag mehrere Wochen im Koma. Er bereute die Verschwörungstheorien, denen er aufgesessen war und gab an, seine Lektion gelernt zu haben und der Erste zu sein, der sich boostern lasse. „Durch die Schönheit der Gestalt bricht das Gerippe der Vergeblichkeit*“, schrieb die Frankfurter Rundschau einst in einer Besprechung eines seiner Alben. Nun ist der Sänger Mark Lanegan tot. Über die Todesursache ist noch nichts bekannt. * kreiszeitung.de, fr.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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