EU richtet Luftbrücke nach Japan ein

Brüssel - Zur Versorgung der Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan richtet die EU am Freitag eine Luftbrücke ein. 15 Zivilschutzexperten würden sich auf den Weg nach Tokio machen, um die Verteilung von Hilfsgütern zu organisieren.

Das sagte Kommissionssprecher Raphael Brigandi. Wie viele Flugzeuge an der Luftbrücke beteiligt würden, wurden zunächst nicht gemacht. Die Regierung in Tokio hatte die EU am Wochenende um Beistand gebeten. Bislang haben neun Mitgliedsstaaten Angebote gemacht, so könnten bereits 100.000 Bettlaken, 1.300 Feldbetten, aber auch Stromgeneratoren und anderes Gerät nach Japan geflogen werden, sagte Brigandi. In den kommenden Tagen wollten die EU-Experten mit den lokalen Partnern und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz einen zentralen Umschlagplatz für die Verteilung der Hilfsgüter in Japan aufbauen.

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Auch bei der Sicherung der havarierten Reaktoren will die EU mit technischem Gerät und womöglich auch mit Experten helfen, falls eine Anfrage aus Japan komme. Energiekommissar Günther Oettinger werde den EU-Energieministern auf ihrem Dringlichkeitstreffen am Montag anbieten, die Hilfe zu koordinieren, sagte seine Sprecherin Marlene Holzner. Selbst wenn es gelinge, die Reaktoren in den kommenden Stunden zu stabilisieren, dauere die vollständige Abkühlung der Brennstäbe ein Jahr. Sowohl für die Kühlung als auch für die Kontrolle der Strahlung könne die EU Maschinen und technische Beratung bereitstellen, sagte Holzner. Und wenn die Regierung in Tokio um Personal aus Europa bitte, “dann können wir darüber nachdenken“.

dapd

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