Regierungstruppen in Syrien setzen Offensive fort

Beirut - Syrische Regierungstruppen setzen ihre Offensive gegen die Rebellen weiter fort. Betroffen sind besonders die Gebiete im Norden nahe der türkischen Grenze, die abgeriegelt werden soll.

Die syrischen Streitkräften haben nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten ihre Offensive gegen Dörfer im Norden des Landes an der Grenze zur Türkei fortgesetzt. Demnach richteten die Soldaten am Sonntag Kontrollposten ein und nahmen Dutzende Menschen fest. Ziel der Operation sei es offenbar, die grenznahen Gebiete abzuriegeln und die Bewohner an einer Flucht in die Türkei zu hindern, sagte Mustafa Osso. Ein anderer Aktivist sagte, Regierungstruppen hätten in einer Bäckerei im Dorf Bdama einem Mann in den Bauch geschossen und das Geschäft in Brand gesteckt. Der Mann sei zur Behandlung in die Türkei gebracht worden. Die Bäckerei sei die einzige in der Region gewesen.

Blutige Proteste in Syrien

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Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden seit Beginn der Proteste gegen die Regierung von Präsident Baschar Assad über 1.400 Menschen getötet und 10.000 weitere festgenommen.

Mittlerweile ist die Zahl der in die Türkei geflüchteten Syrer auf mehr als 10 500 gestiegen. Darunter seien rund 5300 Kinder, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. Die türkische Regierung stellte bisher umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro bereit, um die vor der Gewalt des syrischen Regimes geflohenen Menschen in vier Zeltstädten zu versorgen.

dapd/dpa

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