Rechtsstreit um Kopf einer Verstorbenen

Colorado Springs - Die Angehörigen einer kürzlich verstorbenen Amerikanerin und eine US-Stiftung führen eine kuriosen Rechtsstreit: Es geht darum, wer den Kopf der 71-jährigen Mary Robbins bekommt.

Robbins starb nach Angaben ihrer Familie am 9. Februar an Krebs. Im Jahr 2006 hatte sie schriftlich verfügt, dass die Alcor Life Extension Foundation in Scottsdale im US-Staat Arizona ihren Kopf samt Gehirn mittels Kryotechnik, also extrem niedriger Temperaturen, konservieren solle. Dafür sollte die Stiftung jährlich 50.000 Dollar erhalten. Robbins' Tochter hat nun erklärt, ihre Mutter habe sich kurz vor ihrem Tod anderes entschieden. “Ich möchte die Sache abschließen. Ich möchte auf normale Art um meine Mutter trauern, ohne einen Rechtsstreit um ihren Leichnam zu führen“, sagte Darlene Robbins.

Dagegen beharrt Alcor auf der schriftlichen Vereinbarung mit Mary Robbins, wie Anwalt Eric Bentley klarstellte. Ihm liege kein Dokument vor, das beweise, dass die Verstorbene ihre Meinung geändert habe. Bis der Streit gerichtlich geklärt ist, liegt Robbins' Leichnam in einer Leichenhalle von Colorado Springs im Trockeneis.
DAPD

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