Urteil

Attacke auf Polizisten: 28-Jähriger muss lebenslang in Haft

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Die Szene-Tätowierung "ACAB" ("All cops are bastards - "Alle Bullen sind Schweine") an den Händen des Angeklagten. Foto: Boris Roessler

Limburg (dpa) - Weil er einen Polizisten an Heiligabend 2015 erstochen und dessen Kollegen schwer verletzt hat, muss ein 28-Jähriger lebenslang in Haft.

Das Landgericht Limburg verurteilte den Mann am Montag unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes. Das Gericht erkannte zudem auf die besondere Schwere der Schuld, was eine Entlassung aus dem Gefängnis nach 15 Jahren ausschließt. Der Vorsitzende Richter nannte den Angriff auf die beiden Beamten im hessischen Herborn "brutal und erbarmungslos".

Der 28-Jährige war am Morgen des 24. Dezember in einem Regionalzug als Schwarzfahrer aufgefallen. Die damals 46 und 47 Jahre alten hinzugerufenen Beamten stiegen in Herborn dazu. Nach Überzeugung des Gerichts griff der Angeklagte den 46-Jährigen mit einem Messer unvermittelt an - der Polizist starb noch am Tatort. Der zweite Beamte überlebte schwer verletzt.

Das Gericht verhandelte den Fall seit Juni. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, da der Angeklagte in einer Notwehrsituation gehandelt habe. Der 28-Jährige will die Beamten nicht erkannt haben.

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