Verschwundene "Arctic Sea" vor Kapverden entdeckt

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Der verschwundene finnische Frachter „Arctic Sea“.

Paris - Gut zweieinhalb Wochen nach seinem mysteriösen Verschwinden ist der Frachter “Arctic Sea“ im Atlantik entdeckt worden.

Das Schiff sei 840 Kilometer vor den Kapverdischen Inseln ausfindig gemacht worden, teilte das französische Verteidigungsministerium am Freitag mit.

Die unter maltesischer Flagge fahrende “Arctic Sea“ war auf dem Weg von Finnland nach Algerien, den letzten Kontakt mit dem Schiff gab es am 28. Juli. Vier Tage zuvor wurde die Besatzung nach eigenen Angaben in der Ostsee überfallen.

Die Küstenwache der Kapverdischen Inseln habe bestätigt, dass sich die “Arctic Sea“ im Atlantik aufhalte, erklärte das Ministerium in Paris.

Die russische Nachrichtenagentur ITAR-Tass und die “Financial Times Deutschland“ hatten zuvor bereits berichtet, der Frachter sei nahe der ehemaligen portugiesischen Kolonie gesichtet worden. ITAR-Tass bezog sich dabei auf Gewährsleute aus NATO-Kreisen, die Zeitung berief sich auf zwei voneinander unabhängige Quellen. Zudem verdichteten sich Gerüchte, der Frachter sei entführt worden.

Der russische Botschafter auf den Kapverdischen Inseln, Alexander Karpuschin, erklärte, eine Fregatte der russischen Marine sei auf dem Weg in das Gebiet. Informationen über den Aufenthaltsort der “Arctic Sea“ und ihrer 15 russischen Besatzungsmitglieder habe er aber nicht.

Der Frachter hatte sich zuletzt am 28. Juli per Funk bei den britischen Behörden gemeldet und fuhr anschließend durch den Ärmelkanal. Nach vorliegenden Informationen hat er Holz der finnischen Firma Rets Timber im Wert von 1,3 Millionen Euro geladen. Experten vermuteten, dass er möglicherweise eine geheime Ladung an Bord hatte. Denkbar sei auch, dass ein Handelsstreit mit dem Verschwinden zu tun habe.

Selbst ein Piratenüberfall wurde nicht ausgeschlossen - bislang hat es allerdings noch keinen derartigen Angriff in europäischen Gewässern gegeben.

AP

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