Deutscher Terrorverdächtiger in Kenia festgenommen

Nairobi/Berlin - Ein terrorverdächtiger Deutscher ist in Kenia festgenommen und nach Deutschland zurückgebracht worden. Das bestätigte das Auswärtige Amt am Dienstag in Berlin.

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Kenianische Medien hatten unter Berufung auf Polizeiquellen in dem ostafrikanischen Land berichtet, der Mann habe sich wahrscheinlich radikalislamischen Kämpfern in Somalia anschließen wollen. Einzelheiten zur Festnahme wurden nicht bekannt. Die “Daily Nation“ berichtete, der Deutsche sei am 22. September über den vor allem von Touristen genutzten Flughafen in der Hafenstadt Mombasa eingereist. Die deutsche Regierung habe die Sicherheitsbehörden in Kenia gewarnt, nachdem der Mann seiner Mutter eine Abschiedsbotschaft hinterlassen hatte. Darin habe es geheißen, er werde “niemals lebendig zurückkehren“.

Mombasa ist etwa 120 Kilometer von Malindi entfernt, wo in den vergangenen Jahren wiederholt Al-Kaida-Mitglieder oder Sympathisanten aktiv waren oder nach Kämpfen in Somalia ärztliche Behandlung suchten. Die Grenze zwischen Kenia und Somalia ist offiziell geschlossen. Das unübersichtliche Halbwüstengebiet kann jedoch nicht durchgehend kontrolliert oder überwacht werden. In den Reihen der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz in Somalia kämpfen hunderte Ausländer - teils ethnische Somalis aus den USA, Großbritannien oder anderen Staaten, teils Islamisten vor allem aus Pakistan und Afghanistan. Al-Shabaab hat Verbindungen zu Al-Kaida.

dpa

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