Polizei hält Feuerwehrleute für baskische Terroristen

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Die spanische Regierung räumte die Panne ein und bedauerte die Verwechslung.

Madrid/Paris - Panne bei Terroristenfahndung: Bei der Suche nach einem ETA-Kommando, das südlich von Paris einen Polizisten erschossen hatte, haben die Ermittler Feuerwehrleute mit baskischen Terroristen wechselt.

Die Regierung von Katalonien wies am Samstag darauf hin, dass die auf einem Fahndungs-Video gezeigten Männer keine ETA-Terroristen seien, sondern Feuerwehrleute aus der Region im Nordosten Spaniens. Diese hätten in der Gegend südlich von Paris Urlaub gemacht, in der am vorigen Dienstag ein Beamter bei einem Feuergefecht mit mutmaßlichen ETA-Mitgliedern getötet worden war.

Die spanische Regierung räumte die Panne ein und bedauerte die Verwechslung. “Solche Dinge können schon mal passieren“, sagte Vizeregierungschefin María Teresa Fernández de la Vega. Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba räumte ein: “Das hätte man besser machen können.“ Die fünf Feuerwehrleute meldeten sich in Frankreich freiwillig bei der Polizei und machten dort ihre Aussagen. Der katalanische Innenminister Joan Saura teilte mit, die französischen Behörden hätten die Verwechslung bestätigt. Es sei zu erwarten, dass die Feuerwehrleute noch am Samstag die Heimreise antreten könnten.

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Das von den Ermittlern verbreitete Fahndungs-Video war von den Sicherheitskameras eines Einkaufszentrums aufgenommen worden. Es zeigt fünf junge Männer beim Einkaufen. Die Fahnder waren davon ausgegangen, dass das Quintett zu dem Terror-Kommando gehört habe, das am Dienstag südlich von Paris einen Automarkt überfallen und anschließend einen Beamten getötet hatte. Die Polizei konnte bei dem Feuergefecht einen mutmaßlichen Terroristen festnehmen, die anderen entkamen. Aus Fahndungskreisen in Spanien war am Freitag verlautet, einer der Männer auf dem Video sei der oberste Chef der ETA. Dafür hatte es aber keine offizielle Bestätigung gegeben.

Unklar war, wie es zu der Verwechslung kam. Die Zeitung “El País“ (Internetausgabe) berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der festgenommene mutmaßliche Terrorist habe die Fahnder auf eine falsche Fährte geführt und die Männer auf dem Video als seine Komplizen identifiziert. Nach einer anderen Version soll ein pensionierter französischer Polizist die Ermittler darauf hingewiesen haben, dass die fünf Männer im Supermarkt Spanisch gesprochen hätten. Die Kollegen des getöteten Beamten hätten nach Betrachten des Videos gesagt, bei den fünf Männern könne es sich um die Verdächtigen handeln, die an dem Feuergefecht mit der Polizei beteiligt gewesen seien.

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