Kampf gegen gefährliche Krankheit

Philippinen: Kopfgeld auf Ratten ausgesetzt

Olongapo - Im Kampf gegen eine gefährliche Infektionskrankheit hat eine philippinische Stadt nur noch einen Ausweg gesehen: Sie setzte Kopfgeld auf Ratten aus - mit einem bestimmten Ziel. 

Im Kampf gegen die gefährliche Infektionskrankheit Leptospirose hat eine philippinische Stadt ein Kopfgeld auf Ratten ausgesetzt. Die Bürger von Olongapo nordwestlich von Manila erhalten umgerechnet 17 Cent für jedes ausgewachsene tote Tier und knapp neun Cent für Jungtiere, wie die Gesundheitsbehörden der Stadt am Mittwoch erklärten.

Seit Beginn der Aktion brachten die Bewohner der 200.000-Einwohner-Stadt zwar erst 44 tote Ratten an, den Behörden geht es aber vor allem auch um die Aufklärung: "Der Erfolg unserer Kampagne hängt nicht nur von der Anzahl gefangener Ratten ab", sagte der Gesundheitsverantwortliche der Stadt, Jaime Alcano. Vielmehr gehe es darum, auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die von den Tieren ausgingen.

Krankheit wird durch Urin der Ratten übertragen

Leptospirose ist eine bakterielle Krankheit, die in leichten Fällen zu Grippesymptomen, in schweren Fällen aber auch zu Organversagen und inneren Blutungen führen kann. Übertragen wird sie vor allem durch den Urin der Ratten, was besonders bei Überflutungen gefährlich ist. Im September hatten sich nach Überschwemmungen 300 Menschen in Olongapo mit Leptospirose angesteckt, zehn Menschen starben daran.

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AFP

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolbild)

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