Passagier-Raumflugzeug "SpaceShipTwo" in den USA abgestürzt

Wrackteile von dem Passagier-Raumflugzeug "SpaceShipTwo" liegen in der Mojave-Wüste. Foto: Michael Nelson
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Wrackteile von dem Passagier-Raumflugzeug "SpaceShipTwo" liegen in der Mojave-Wüste. Foto: Michael Nelson
Nach Polizeiangaben kam einer der beiden Piloten ums Leben, der andere wurde schwer verletzt. Foto: Michael Nelson
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Nach Polizeiangaben kam einer der beiden Piloten ums Leben, der andere wurde schwer verletzt. Foto: Michael Nelson
Das FBI hat mit der Untersuchung an der Absturzstelle in der Mojave-Wüste begonnen. Foto: Michael Nelson
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Das FBI hat mit der Untersuchung an der Absturzstelle in der Mojave-Wüste begonnen. Foto: Michael Nelson
Der Unfall ist der zweite schwere Rückschlag für die private Raumfahrt innerhalb weniger Tage. Foto: Michael Nelson
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Der Unfall ist der zweite schwere Rückschlag für die private Raumfahrt innerhalb weniger Tage. Foto: Michael Nelson
Nur noch wenige Monate, dann sollte das "SpaceShipTwo" Privatreisende ins All fliegen. Foto: Mark Greenberg
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Nur noch wenige Monate, dann sollte das "SpaceShipTwo" Privatreisende ins All fliegen. Foto: Mark Greenberg
Sir Richard Branson und Burt Rutan vor dem Raumschiff "SpaceShipTwo", angedockt am Trägerflugzeug "WhiteKnightTwo". Foto: Mark Greenberg
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Sir Richard Branson und Burt Rutan vor dem Raumschiff "SpaceShipTwo", angedockt am Trägerflugzeug "WhiteKnightTwo". Foto: Mark Greenberg
Das Virgin Galactic SpaceShip2 (VSS Enterprise) über der Mojave-Wüste in Kalifornien. Foto: Mark Greenberg
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Das Virgin Galactic SpaceShip2 (VSS Enterprise) über der Mojave-Wüste in Kalifornien. Foto: Mark Greenberg
Der Chef und Eigentümer der Virgin Group, Sir Richard Branson, in seinem Flugzeug WhiteKnight2. Foto: Paul Buck
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Der Chef und Eigentümer der Virgin Group, Sir Richard Branson, in seinem Flugzeug WhiteKnight2. Foto: Paul Buck

Los Angeles (dpa) - Trotz Kritik will der Milliardär Richard Branson auch nach dem Absturz des Raumflugzeugs "SpaceShipTwo" mit seinem Weltraumtourismus-Projekt weitermachen.

"Das Weltall ist hart - aber es lohnt sich. Wir werden durchhalten", teilte der 64-jährige Brite am Samstag auf der Webseite seines Unternehmens Virgin Galactic mit. Er sei schockiert über das Unglück. "SpaceShipTwo" war am Freitag bei einem Testflug im US-Bundesstaat Kalifornien abgestürzt.

TV-Sender zeigten Bilder von Wrackteilen in der Mojave-Wüste. Nach Polizeiangaben kam einer der beiden Piloten ums Leben, der andere konnte sich mit einem Fallschirm retten. Er wurde schwer verletzt. 2007 waren bei einem Test für das Triebwerk der "SpaceShipTwo"-Rakete bereits drei Menschen ums Leben gekommen.

Rettungskräfte fanden Trümmer auf dem trockenen Wüstenboden verstreut, wie Sheriff Donny Youngblood sagte. "Alle unsere Gedanken sind bei den Familien der von diesem tragischen Ereignis Betroffenen", heißt es in dem Virgin-Statement. "Wir tun alles, was uns möglich ist, um sie zu unterstützen." Das Unternehmen werde voll mit den ermittelnden Behörden kooperieren.

Nach dem Absturz hatte Virgin Galactic mitgeteilt, bei dem Testflug habe es eine "ernsthafte Unregelmäßigkeit" gegeben, jedoch ohne Details zu nennen. "SpaceShipTwo" war von einem Flughafen rund 150 Kilometer nördlich von Los Angeles abgehoben. Es wurde vom Trägerflugzeug "WhiteKnightTwo" in die Höhe gebracht und dann ausgeklinkt.

Nach Medienberichten kam es dann in einer Höhe zwischen 13 und 15 Kilometern zu Problemen. Zunächst herrschte Unklarheit über die genaue Absturzhöhe, das Unternehmen machte vorerst keine Angaben. Die Flugaufsichtsbehörde FAA und die Behörde für Transportsicherheit, NTSB, waren dazu am Samstag nicht zu erreichen. Die FAA teilte mit, nach der Abkoppelung den Kontakt zu dem Raumflugzeug verloren zu haben. Sie ermittelt nun ebenfalls. Das Mutterflugzeug hingegen landete sicher.

Es war der erste Test des Raumgleiters mit Raketenzündung seit Januar. Berichten von Experten zufolge wurde diesmal eine andere Treibstoffmischung genutzt, die zuvor aber ausgiebig getestet worden sein soll. Insgesamt war es der 55. Testflug. Die maximale Flughöhe sollte 110 Kilometer betragen, also knapp über der Grenze zum Weltraum. Diese liegt bei einer Höhe von 100 Kilometern.

Die rund 18 Meter lange Passagierraumfähre flog laut Virgin Galactic mit Geschwindigkeiten von bis zu 4200 Kilometern pro Stunde. Sie sollte bereits vom kommenden Jahr an Weltraumflüge für Privatpersonen anbieten. Die Maschine bot Platz für zwei Piloten und sechs Passagiere, die bei dem Trip die Schwerelosigkeit erleben sollten.

Nach Angaben von Branson hatten bereits 700 Interessierte Tickets für die kurzen Flüge ins All gekauft, darunter angeblich auch Stars wie Tom Hanks, Angelina Jolie und Justin Bieber. Ob das Geld für bereits gekaufte Tickets nun erstattet wird, ist noch offen.

Der Unfall ist der zweite schwere Rückschlag für die private Raumfahrt binnen weniger Tage. Erst am Dienstag war der unbemannte Raumtransporter "Cygnus" Sekunden nach dem Start im Bundesstaat Virginia explodiert. Er sollte rund 2,3 Tonnen Nachschub für die Internationale Raumstation ISS ins All bringen.

Die Tragödie schmerze all diejenigen, die ihr Leben der Erforschung gewidmet hätten, teilte die nicht an der Virginia Galactic-Mission beteiligte US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. "Raumfahrt ist unglaublich schwierig, und wir loben die Leidenschaft aller in der Weltall-Gemeinde, die Risiken eingehen, um die Grenzen menschlicher Errungenschaften voranzutreiben."

Ankündigung für den ersten Flug 2015

Infos über den Flug

Überblick technische Daten

Mitteilung FAA

Bericht von CNN

Bericht von BBC

Richard Branson bei Twitter

Mitteilung Branson

Mitteilung Nasa

Mitteilung NTSB

Los Angeles Times zum Unfall von 2007

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