Pariser Gericht befasst sich mit Fall Kalinka

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Dieter K. soll seine 15-jährige Stieftochter Kalinka getötet haben

Paris - Im Fall Kalinka soll ein Pariser Gericht entscheiden, ob der nach Frankreich entführte Deutsche Dieter K. aus der Haft entlassen werden kann. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin am Dienstag.

Der 74-jährige Mediziner soll seine 15-jährige Stieftochter Kalinka 1982 getötet haben. Der leibliche Vater des Mädchens hatte ihn im Oktober nach Frankreich entführen lassen, weil er ihn 27 Jahre nach der Tat der Justiz übergeben wollte. Obwohl Dieter K. 1995 wegen fahrlässiger Tötung zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war, wurde er nie nach Frankreich ausgeliefert. Das Verfahren soll nun neu aufgerollt werden.

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Die Bundesregierung hat sich bislang vergeblich für die Freilassung des 74-Jährigen eingesetzt. Bundesaußenminister Guido Westerwelle und sein französischer Amtskollege Bernard Kouchner wollten sich am Vortag bei ihrem ersten Pariser Treffen nicht zu der Angelegenheit äußern, da es sich um ein laufendes Verfahren handle. 1997 wurde Dieter K. in Deutschland wegen einer anderen Sexualstraftat verurteilt. Er bekam zwei Jahre Haft auf Bewährung, weil er eine 16-Jährige mit Schlafmitteln ruhiggestellt und vergewaltigt hatte.

dpa

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