Papst ruft zu Solidarität und Frieden auf

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Papst Benedikt XVI.

Rom - Papst Benedikt XVI. hat in seiner Weihnachtsbotschaft zu Solidarität und einem friedlichen Zusammenleben in der Welt auch in Zeiten der Krise aufgerufen.

Vor Zehntausenden von Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom setzte sich das katholische Kirchenoberhaupt am Weihnachtstag auch eindringlich dafür ein, die Logik der Gewalt und Rache aufzugeben und die unveräußerlichen Rechte jedes Menschen zu achten. Das solidarische “Wir“ der Kirche, der weltweiten Familie der Christen, gebe der von Krisen gezeichneten Menschheit Hoffnung.

Benedikt verlas seine Weihnachtsbotschaft am Tag nach seinem Sturz im Petersdom - eine Frau hatte sich vor der Messe auf ihn geworfen und zu Boden gerissen. Der Papst überstand den Zwischenfall völlig unbeeindruckt und zeigte sich gelassen auf der Loggia des Petersdoms.

Benedikt sprach von der Menschheit, “die tief von einer schweren wirtschaftlichen, aber mehr noch von einer moralischen Krise und den schmerzlichen Wunden von Kriegen und Konflikten gezeichnet ist.“ Es seien aber alle trotz der Tragödien, Prüfungen und Schwierigkeiten zur Hoffnung berufen: “In Europa und in Nordamerika spornt das “Wir“ der Kirche dazu an, eine egoistische und technokratische Mentalität zu überwinden.“ Außerdem geht es dem Papst darum, “das Gemeinwohl zu fördern und die schwächsten Personen, beginnend mit den noch nicht Geborenen, zu achten.“ Bei Konflikten etwa in asiatischen Ländern könne die Kirche “Sauerteig der Versöhnung und des Friedens“ sein.

Papst spendet Segen "Urbi et Orbi"

Anschließend spendete Papst Benedikt XVI. den traditionellen apostolischen Segen Urbi et Orbi (Der Stadt und dem Erdkreis). Zugleich fügte er in 65 Sprachen Weihnachtsgrüße hinzu.

Auf Deutsch sagte das Oberhaupt der Katholiken: “Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!“ Zehntausende Gläubige und Touristen aus aller Welt waren bei frühlingshaften Temperaturen zu der Zeremonie auf den Platz vor dem Petersdom gekommen.

dpa

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