Pakistan: 25 Geiseln befreit

Islamabad - In einem Überraschungsschlag im Morgengrauen haben Spezialeinheiten der pakistanischen Armee am Sonntag in Rawalpindi 25 Geiseln befreit und vier Rebellen getötet.

Zudem kamen drei Geiseln und zwei Soldaten ums Leben. Während des Einsatzes waren auf dem Gelände schwere Explosionen und heftige Schusswechsel zu hören. Unmittelbar danach fuhren zahlreiche Krankenwagen in den Stützpunkt. Vorrangiges Ziel der Kommandos war ein potenzieller Selbstmordattentäter in den Reihen der Geiselnehmer. “Er hätte die Sprengstoffweste zünden können, aber er wurde meisterhaft von unseren Soldaten getötet, noch ehe er den Sprengsatz zünden konnte“, sagte der Armeesprecher. Ein Aufständischer hatte sich noch am Morgen im Inneren des Gebäudes mit weiteren Geiseln verbarrikadiert.

“Die Sicherheitskräfte sind im Gebäude und setzen ihre Aufräumaktion fort“, hieß es dazu. Die Islamisten waren am Samstag in das Armeehauptquartier in Rawalpindi eingedrungen und hatten Soldaten und Zivilangestellte als Geiseln genommen. Beim Überfall der Aufständischen waren am Samstag mindestens vier Rebellen von Soldaten getötet worden. Bei dem etwa einstündigen Gefecht kamen auch sechs Soldaten und ein Unbeteiligter ums Leben. Die Rebellen trugen bei ihrem Überfall Uniformen der Armee. Stunden später nahmen mehrere Aufständische, denen es gelungen war, ins Hauptquartier einzudringen, die Soldaten und Zivilisten als Geiseln. Die Taliban bekannten sich in einem Anruf beim Fernsehsender Geo zu dem Angriff.

dpa

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