Oppositioneller aus Inguschetien erschossen

Nasran/Russland - In der südrussischen Kaukasusregion ist abermals ein prominenter Oppositionsaktivist einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. In diesem Jahr wurden bereits zwei Menschenrechtlerinnen ermordet.

Makscharip Auschew aus der Provinz Inguschetien wurde am Sonntag in seinem Auto aus einem vorbeifahrenden Wagen heraus erschossen. Seine Beifahrerin wurde bei dem Angriff auf einer Straße der Nachbarprovinz Kabardino-Balkarien schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Nach Angaben der Organisation Human Rights Watch wurde Auschew ein engagierter Verfechter der Menschenrechte, nachdem sein Sohn und sein Neffe 2007 entführt worden waren.

Auch nach deren Freilassung arbeitete er weiterhin eng mit dem Menschenrechtsanwalt Magomed Jewlojew zusammen. Dieser wurde 2008 in Polizeigewahrsam getötet. Aus Inguschetien stammte auch die Bürgerrechtlerin Natalja Estemirowa. Sie wurde im vergangenen Juli in die Nachbarrepublik Tschetschenien entführt und ermordet. Im August wurde ferner die tschetschenische Menschenrechtsaktivistin Sarema Sadulajewa umgebracht.

AP

Rubriklistenbild: © dpa

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