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Omikron BA.5: 87 Prozent der Neuinfektionen in Portugal mit neuer Variante

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Von: Alexander Eser-Ruperti

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In Portugal steigen die Infektionszahlen weiter. Der überwiegende Anteil an Neuinfektionen geht dabei offenbar auf einen Subtyp zurück: Omikron BA.5.

Porto – In Portugal stieg die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt drastisch, in Deutschland ist derweil nur ein geringer Anstieg zu verzeichnen. Neben der unterschiedlichen Inzidenz gibt es jedoch noch einen weiteren elementaren Unterschied: In Portugal wächst der Anteil der neuen Corona-Varaiante Omikron BA.5 an den Ansteckungen massiv, sie macht mittlerweile einen großen Teil der Neuinfektionen aus. Zuletzt waren in dem beliebten Urlaubsland neben der Inzidenz auch andere Marker wieder gestiegen.

Omikron BA.5: 87 Prozent der Neuinfektionen in Portugal gehen auf neuen Corona-Subtyp zurück

In Portugal steigt die Corona-Inzidenz wieder an, der Grund dafür hat einen Namen: Omikron BA.5. Der neue Omikron-Subtyp greift in dem Land immer weiter um sich. Etwa 87 Prozent aller registrierten Neuinfektionen gehen laut Angaben des Nationalen Gesundheitsinstituts INSA auf die neue Corona-Variante zurück. Seit Mittel April hatte sich die Inzidenz auf kürzlich 1800 vervierfacht. In Deutschland liegt die Inzidenz mit Stand vom Mittwochmorgen zum Vergleich bei 207.

Das Corona-Testzentrum in der Bürgerhalle Pelkum, das vom DRK-Kreisverband Hamm betrieben wird, hat am 27. Mai letztmalig geöffnet.
Ein Corona-Test wird ausgewertet. In Portugal ist der Neuinfektionsanteil der Omikron-Variante BA.5 zuletzt drastisch gestiegen.(Symbolbild) © Sina Schuldt/dpa

In Portugal hatten sich kürzlich noch weitere Marker erhöht: Auch die Zahl der Krankenhauseinlieferungen sowie die Sterblichkeit im Kontext der Pandemie war zuletzt gestiegen. Portugal weist mit 87 Prozent eigentlich eine hohe Impfquote auf, Corona-Regeln gab es, ähnlich wie in Deutschland, zuletzt kaum noch. Ebenfalls ähnlich wie hierzulande besteht die Maskenpflicht nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Es wird zum Tragen von Masken an Orten mit hohem Ansteckungsrisiko geraten. In Anbetracht der neuen Virusvariante stellt sich die Frage, ob auch die Maskenpflicht in Portugal wegen Omikron BA.5 bald wiederkommt.

Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery warnt vor Ausbreitung von Omikron BA.5

Vor kurzem hatte Weltärztechef Frank Ulrich Montgomery vor der Ausbreitung von Omikron BA.5 gewarnt. Er sagte gegenüber der Rheinischen Post: „Corona ist noch nicht vorbei - das belegt der heftige Ausbruch von Omikron in Portugal.“ Montgomery geht davon aus, dass der Subtyp sich auch in Deutschland verbreiten würde und sich dabei auch viele Geimpfte infizieren könnten. In ihrem Fall geht der Weltärztechef allerdings von überwiegend milden Symptomen aus.

Montgomery pocht in diesem Rahmen auf umsichtiges Handeln, er erklärte, ebenfalls in der Rheinischen Post: „Je klüger wir uns jetzt verhalten, umso weniger drastische Maßnahmen brauchen wir in Herbst und Winter. Freiwillig Maske tragen, wo auch immer viele Menschen zusammenkommen“

Omikron BA.5: Corona-Subtyp in Deutschland bisher nicht stark verbreitet

In Deutschland ist der neueste Corona-Subtyp Omikron BA.5 bisher nur wenig stark verbreitet. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) aus seinem Wochenbericht vom 23. Mai lag der Anteil an Infektionen in der Woche vom 9. bis zum 15. Mai bundesweit bei 2,5 Prozent. Der neue Subtyp könnte, muss perspektivisch jedoch nicht zu einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen führen. Das RKI erklärte kürzlich, der Infektionsdruck bliebe hoch, doch die Verbreitung der neuen Sublinien würde die Zahlen nicht extrem verändern.

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Auch hier steigt jedoch der Anteil des neuen Omikron-Subtyps, wenn auch langsamer: Eine Woche zuvor hatte der BA.5-Anteil noch bei 1,2 Prozent gelegen, eine Woche davor wiederum bei 0,6 Prozent. Dominant ist in Deutschland nach wie vor die Omikron-Variante BA.2, ihr Anteil wurde vom RKI zuletzt mit 97,4 Prozent angegeben. Mit einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen ist vorerst nicht zu rechnen, doch das kann sich schnell ändern. In Deutschland hat sich dennoch etwas an den Corona-Regeln mit Junibeginn geändert: Von nun an ist keine Krankschreibung per Telefon mehr möglich – die Regeln sind ebenso dynamisch, wie die Pandemie selbst.

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