Offenbar Auftrag für Diebstahl von Auschwitz-Schriftzug

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Nach einer Großfahndung wurden die Bruchstücke des Schriftzugs im Norden Polens wiedergefunden.

Warschau - Für den Diebstahl des Auschwitz-Schriftzugs “Arbeit macht frei“ gab es offenbar einen gezielten Auftrag - vermutlich aus Schweden. Die Hinweise darauf scheinen sich zu verdichten.

In polnischen Medien hieß es am Dienstag, die Täter könnten für einen in Schweden lebenden Mann gehandelt haben. Die Polizei äußerte sich nicht dazu, erklärte aber, dass Polen in dem Fall mit ausländischen Behörden zusammenarbeite.

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Unterdessen wurden drei geständige Verdächtige nach Auschwitz gebracht, um den Diebstahl nachzustellen. Davon hätten die Ermittler neue Erkenntnisse gewonnen, erklärte die Staatsanwaltschaft in Krakau, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Täter hatten den fast fünf Meter langen und 30 Kilogramm schweren Schriftzug am Eingangstor zum Stammlager Auschwitz in der Nacht zum vergangenen Freitag entfernt und gemäß den zynischen Wörtern in drei Teile zerschnitten.

Nach einer Großfahndung wurden die Bruchstücke im Norden Polens wiedergefunden. Fünf Männer wurden festgenommen, drei von ihnen gestanden die Tat und wurden deshalb zur Nachstellung herangezogen. Alle Verdächtigen haben keinen rechtsextremistischen Hintergrund, könnten jedoch von Souvenirjägern aus der rechten Szene beauftragt worden sein.

Die drei Bruchstücke des Schriftzugs wurden am Dienstag in Krakau Journalisten präsentiert. Dabei wurde auch deutlich, dass der Buchstabe “i“ des Wortes “Frei“ fehlt. Er wurde am Tatort zurückgelassen und im dortigen Schnee sichergestellt.

ap

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