Bergunglücke in Österreich

Alpen-Tragödien in Tirol: Gleich drei deutsche Bergsteiger verlieren ihr Leben

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In Österreich verunglückten am Wochenende mehrere Deutsche - drei von ihnen starben in den Bergen. (Symbolbild)

Beim Bergsteigen in Österreich stürzte eine Gruppe aus Deutschland ab. Ein Mann starb an seinen Verletzungen. An diesem Wochenende kamen auch zwei weitere Deutsche ums Leben.

Update vom 7. September, 14.30 Uhr: Am Freitag kam es in Österreich zu zwei tödlichen Unfällen. Eine Gruppe Bergsteiger aus Nordrhein-Westfalen stürzte ab, dabei kam ein Mann ums Leben. Beim Klettern starb am selben Tag ein Mann aus Baden-Württemberg. Wie die Polizei mitteilte, kam am Samstag ein weiterer Deutscher ums Leben. 

Der 50-Jährige aus Baden-Württemberg war mit drei weiteren Personen (ein Mann, zwei Frauen) unterwegs. Die Gruppe stieg von Häselgehr zur Wannenspitz auf, dann wanderten sie über das Lagjoch in Richtung Karlesspitze. 

Mann stürzt in Tirol in den Tod - Begleiter schwer geschockt

Nach ersten Ermittlungen stolperte der Mann auf dem Grat der Lagjochs und stürzte durch felsdurchsetztes Gelände 250 Meter ab. Der Unfall ereignete sich gegen 15.30 Uhr, die Begleiter alarmierten sofort die Rettung. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse stieg die Bergrettung Elbigenalp mit 17 Mann auf, der Arzt konnte gegen 20.05 Uhr jedoch nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen. Das teilte die Polizei mit. 

Die Bergrettung brachte die schwer geschockten Begleiter des Mannes ins Tal. Dort wurden sie vom Krisen-Interventionsteam des Roten Kreuzes betreut. Der 50-Jährige wurde am Samstagmorgen von der Besatzung des Polizeihubschraubers geborgen.

Tirol: Nach Absturz von Bergsteiger - Weiterer Deutscher stirbt beim Klettern

Update vom 7. September, 11.58 Uhr: Am Freitag stürzte eine Bergsteigergruppe aus Nordrhein-Westfalen in den österreichischen Bergen ab, dabei kam ein Mann (50) ums Leben. Wie die Polizei mitteilte, kam es ebenfalls am Freitag zu einem weiteren Unglück. Ein 60-jähriger Deutscher aus Baden-Württemberg verunglückte auf einer Klettertour. 

Der Mann war gegen 11 Uhr Teil einer geführten Dreierseilschaft im Klettergarten Tieftal in Nassereith. Bereits bei der zweiten Seillänge stürzte der Mann rückwärts in das Seil. Er blieb dabei kopfüber darin hängen, wie die Polizei mitteilte. Seine Begleiter seilten den Mann ab, sofort wurde mit der Reanimation begonnen. 

Die alarmierten Retter bargen den Mann mittels Tau, allerdings konnte die Notärztin nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach derzeitigem Stand kann Fremdverschulden ausgeschlossen werden, die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion angeordnet.

Erstmeldung vom 7. September: Trio aus NRW stürzt in Österreich ab - ein Mann stirbt

Wildspitze/Österreich - Am Freitag kam es in Österreich zu einem tödlichen Unglück beim Bergsteigen, dabei starb ein 50-jähriger Mann aus Deutschland. Die fünfköpfige Bergsteigergruppe aus Nordrhein-Westfalen machte sich am Morgen von der Breslauer-Hütte auf in Richtung Wildspitze. Das teilte die Polizei mit. 

Noch unterhalb des Mitterkarjoches kehrten zwei Gruppenmitglieder um und stiegen zur Breslauer Hütte ab. Die restlichen drei Bergsteiger im Alter zwischen 50 und 52 Jahren setzten ihren Aufstieg fort. 

Wildspitze: Bergunglück in Österreich - Deutsche stürzen ab

Die Gruppe stieg angeseilt vom Gipfel über den Nordwestgrat in Richtung Taschachferner ab. Noch bevor die Gruppe das Gletscherbecken erreichte, stürzte sie aus bisher unbekannter Ursache mehrere Meter weit über eine Firnflanke und im Anschluss noch im Bergschrund (Gletscherspalte) weitere 10 Meter ab. Alle drei Personen wurden dabei verletzt, wie die Polizei mitteilte. 

Einer von ihnen konnte telefonisch seinen Kameraden auf der Breslauer-Hütte erreichen und von dem Unfall berichten. Der Mann alarmierte sofort Hilfe. 

Bergunglück nahe der Wildspitze: Deutscher stirbt beim Bergsteigen in Österreich 

Bergretter aus dem Bezirk Imst wurden in die Nähe der Unfallstelle gebracht. Von circa 3.200 Metern mussten die Helfer dann zur Unfallstelle aufsteigen. Die verunglückten Bergsteiger konnten gefunden und geborgen werden, sie wurden mittels Gebirgstragen abtransportiert. Die Verletzten konnten anschließend mit Pistenraupen beziehungsweise im Anschluss auch mit dem Pitz-Express (Stollenbahn) ins Tal gebracht werden. 

Ein 50-Jähriger aus der Gruppe kam mit lebensbedrohlichen Verletzungen in die Universitätsklinik Innsbruck, dort verstarb der Mann jedoch, wie die Polizei mitteilte. Die zwei anderen Bergsteiger kamen mit Verletzungen unbestimmten Grades ebenfalls ins Krankenhaus. Bei dem Unglück waren 9 Bergrettungsortsstellen mit fast 60 Personen im Einsatz. Zwei Notarzthubschrauber sowie der Polizeihubschrauber unterstützten den Einsatz.

Kürzlich stürzte eine junge Frau in den Alpen ab - vor den Augen ihres Vaters. Die 28-Jährige starb. In Österreich wurden zwei Deutsche nach einer Wanderung tot geborgen: Eine Wanderin war abgerutscht. Bei dem Versuch, ihr zu helfen, stürzte auch ihr Begleiter ab. Auch Am Tegelberg in Bayern kam es zu einem Drama: Ein Mann stürzte in den Tod - seine Enkel mussten alles mit ansehen. (Merkur.de*)

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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