US-Regierung: BP verschweigt Risiken

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Am heutigen Mittwoch startet BP einen neuen Versuch, das Ölleck einzudämmen. Welche Risiken dies birgt, verschweige der Konzern laut US-Regierung.

New Orleans - Die US-Bundesbehörden haben strafrechtliche Ermittlungen wegen der Ölpest vor Mexiko eingeleitet. Die US-Regierung wirft BP zudem vor, die Risiken eines neuen Rettungsversuchs zu verschweigen.

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Die Ermittlungen betreffen die Explosion auf der Bohrinsel “Deepwater Horizon“ und die dadurch ausgelöste Umweltkatastrophe, wie Justizminister Eric Holder am Dienstag mitteilte. Gegen wen sich die Ermittlungen richten könnten, sagte Holder nicht. Die Handlungen aller Beteiligten würden genau geprüft, und bei Hinweisen auf vorschriftswidriges Verhalten werde eine sehr energische Antwort folgen, sagte der Justizminister in New Orleans.

Die “Deepwater Horizon“ wurde vom Ölkonzern BP betrieben, als sie am 20. April explodierte und im Golf von Mexiko versank. Die Ölpest ist die größte in der Geschichte der USA. Alle Versuche, das offene Bohrloch unter Wasser zu schließen, blieben bislang erfolglos.

Der Ölkonzern BP startet am (heutigen) Mittwoch einen neuen Versuch zur Eindämmung der Umweltkatastrophe. Angesichts der am Dienstag begonnenen Hurrikan-Saison schätzen Experten die Erfolgsaussichten allerdings als gering ein. Unterseebote sollen laut BP das Steigrohr absägen und ein Ventil aufsetzen, so dass das austretende Öl zum größten Teil kontrolliert an die Oberfläche gebracht werden kann.

BP verschweigt Risiken

Nach Angaben der US-Regierung hat BP verschwiegen, mit welchen Risiken der neue Versuch verbunden ist. Ein Berater des Weißen Hauses hatte am Wochenende erklärt, durch das Absägen des beschädigten Steigrohrs könnten zunächst rund 20 Prozent mehr Öl austreten als zuvor. BP erklärte, man rechne nicht mit einer signifikanten Zunahme.

Bei der Äußerung des Konzerns sei ihm nicht wohl, sagte Regierungssprecher Robert Gibbs am Dienstag. Auf die Frage, ob das Weiße Haus BP misstraue, antwortete Gibbs nicht direkt. Unterdessen erreichten Ausläufer des Ölteppichs erstmals auch den Staat Mississippi. Wie Gouverneur Haley Barbour am Dienstag mitteilte, wurde auf der vorgelagerten Insel Petit Bois ein 3,2 Kilometer langer und ein Meter breiter Ölstreifen entdeckt. Zuvor waren bereits die Staaten Louisiana und Alabama von der Ölpest erfasst worden.

dapd

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