Ölpest macht die ersten Menschen krank

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Die Ölpest im Golf von Mexiko macht die Menschen krank.

Washington - Sieben Wochen dauert die Ölpest im Golf von Mexiko schon - und inzwischen macht sie auch Menschen krank. Sie klagen über Kopfschmerzen und Atembeschwerden.

Mehr als 70 suchten mittlerweile allein in Louisiana ärztliche Hilfe, unter anderem litten sie unter Übelkeit, Kopfschmerzen, entzündeten Augen und Atembeschwerden, meldete die zuständige staatliche Behörde. Acht Patienten mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Und auch die Tierwelt leidet immer mehr: Nach Regierungsangaben sind bis Donnerstag etwa 1100 ölverschmierte Vögel gefunden worden, der größte Teil von ihnen tot. Viele Fischer in der Krisenregion, die ihren Lebensunterhalt verloren haben, klagen darüber, dass der Konzern BP ihre Schadenersatz-Anträge zu langsam bearbeite. Küstenwachen-Admiral Thad Allen, der im Auftrag von Präsident Barack Obama die Maßnahmen im Kampf gegen die Ölpest überwacht, forderte bei einem Treffen mit BP- Vertretern am Mittwoch (Ortszeit) mehr Transparenz bei der Abwicklung der Kompensationszahlungen.

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BP berichtete, dass bisher 42.000 Anträge vorliegen und teils bereits bearbeitet worden sind. 53 Millionen Dollar seien schon ausgezahlt worden, hieß es am Donnerstag. Auch bei der Bekämpfung der Ölflut im Wasser hat die US-Regierung bei BP die Daumenschrauben weiter angezogen. Nach einem jüngsten Washingtoner Ultimatum muss der britische Konzern bis Samstag neue Vorschläge machen, wie er das in den Golf von Mexiko strömende Öl komplett aufhalten kann. BP fängt zwar mittlerweile mehr als 2000 Tonnen pro Tag direkt aus der Quelle ab, aber ein erheblicher Teil - nach Schätzungen vieler Experten sogar der größte Teil - fließt weiter ins Meer.

Obama will sich am Montag und Dienstag kommender Woche erneut vor Ort ein Bild von der Lage machen, außerdem schickte er seine Arbeitsministerin Hilda Solis nach Louisiana. Sie traf sich dort mit Hilfsmannschaften, die die verseuchten Küsten säubern - zum Teil auf Kosten ihrer Gesundheit. Der größte Teil der Ölpest-Kranken gehörte diesen Reinigungstrupps an.

dpa

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