Wie kann man so grausam sein?

Jugendliche misshandeln Obdachlosen stundenlang

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Nach Stunden ließen die Täter den Mann schwer verletzt zurück.

Aachen - Diese Tat macht fassungslos: Drei Teenager (15 bzw. 19) sollen einen jungen Obdachlosen bei Aachen stundenlang brutalst misshandelt haben. Am Schluss warfen sie ihn in ein Feuer.

Brandspuren an einer Bank auf dem Sportgelände der Schule zeugen von dem schrecklichen Vorfall.

Zu dritt seien die Jugendlichen laut Staatsanwalt Jost Schützeberg nach einem Streit mit dem Mann in der Nacht zum vergangenen Samstag auf das Gelände einer Gesamtschule in Alsdorf zurückgekommen, wo der Obdachlose campierte. Über Stunden misshandeln sie ihn, schlugen ihn dabei auch mit zwei Hämmern. Zudem habe der Mann sich ausziehen müssen und sei dann in das Feuer seiner angezündeten Kleidung hineingezogen worden.

Am frühen Morgen wurde das schwer verletzte Opfer entdeckt - wie lange es an dem Platz gelegen hatte, sei nicht bekannt.

Der Obdachlose liege mit schwersten Brandverletzungen im Krankenhaus, bestätigte Schützeberg einen Bericht der "Aachener Zeitung". „Er hat schwerste Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich sowie massive Verbrennungen an der Hand und am Oberkörper."

Die drei mutmaßlichen Täter seien in Untersuchungshaft. Ihr Motiv ist bislang nicht bekannt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind sie nicht vorbestraft.

Schulleiter reagiert betroffen

„Es macht sicher sehr betroffen“, sagte Martin May, Leiter der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Alsdorf, am Mittwoch. Ihm lägen keine Informationen vor, dass die Beschuldigten Schüler der Schule sind.

Vermutlich sei der mutmaßliche Tatort, eine Garage im Bereich des Sportplatzes, schon häufiger zum Übernachten genutzt worden. Er habe sich vor den Sommerferien an das Ordnungsamt gewandt, damit der 19-jährige Obdachlose betreut werden könne. Dieser habe Hilfsangebote, sagte eine Sprecherin der Stadt Alsdorf der Deutschen Presse-Agentur. Er sei vor den Sommerferien zu den Ämtern gekommen und sei auf eigenen Wunsch von einer befreundeten Familie aufgenommen worden. Darüber hinaus habe es das Angebot gegeben, dass er auch städtische Räume für Obdachlose nutzen könne, wenn er mal keinen Schlafplatz zur Verfügung habe.

dpa

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