Halloween-Hits in USA: Masken von Obama und Jacko

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Die Barack-Obama-Masken lassen die Kassen klingeln und zaubern ein Lachen auf die Gesichter der Halloween-Shop-Inhaber. Aufgenommen in Washington.

Washington - Präsident Barack Obama und der verstorbene „King of Pop“ Michael Jackson heuer die Renner bei den Halloween-Masken in den USA. Ein Überblick über die Grusel-Trends aus Amerika:

Geisterhaftes Lachen vom Band, Spinnen in Monstergröße, kullernde Augäpfel und klappernde Skelette: Amerikaner gruseln sich gerne - auch dieses Jahr, trotz wirtschaftlicher Sorgen. Das Geschäft mit Halloween-Spukartikeln blüht. Zwar wohl nicht so stark wie vor Beginn der Rezession, aber doch genug, um die Kassen anständig klingeln zu lassen.

Beispielsweise mit der “Auferstehung“ von Popstar Michael Jackson - ganz nach Thriller-Manier: Die Amerikaner sind verrückt nach Jackos verspiegelter Brille, seinem silbernen Glitzerhandschuh, der Perücke und dem schwarzen Gesichtstuch. Für 29,95 Dollar (19,85 Euro) können sich die Fans des am 25. Juni gestorbenen “King of Pop“ bei “Total Fright Productions“, einem Halloween-Shop in Washington, in ihr Idol verwandeln. Das Jacko-Kit ist ein Verkaufsrenner. Der Gründer und Geschäftsführer des Horrorladens, Lorenzo Caltagirone, hat ein Glänzen in den Augen, als er ein soeben eingetroffene Paket öffnet: Die Original-Kostümjacken aus dem legendären Musikvideo “Thriller“ sind da!

Auch die First Family füllt die Kassen. “Die Gummimasken von Michelle und Barack Obama mussten wir bis Mitte Oktober schon drei Mal nachbestellen“, reibt sich Ray Valente die Hände. Er arbeitet seit zehn Jahren bei “Halloween Express“ in McLean (Bundesstaat Virginia), einer Ladenkette mit der “größten Auswahl an Halloween- Artikeln überhaupt“, wie es auf ihrer Homepage heißt. Wer ordentlich investieren möchte, kauft sich eines der beiden teuersten Kostüme im Sortiment: Ein weißer Panzer des “Star Wars“-Bösewichts “Darth Vader“ und das Outfit des grünen Comic-Kraftprotzes “Hulk“ gehen für je 1000 Dollar über den Ladentisch.

So sexy wird Halloween

So sexy ist Halloween

Auf den diesjährigen Halloween-Partys wird sich außerdem das “Alter Ego“ des hinter Gittern sitzenden Milliardenbetrügers Bernard Madoff tummeln - in zwanzigtausendfacher Ausführung. So viele Madoff- Masken hatte Hersteller “Rubie's Costume Company“ auf Long Island bei New York jedenfalls schon bis Mitte Oktober abgesetzt.

Das Geschäft mit dem Gruselfest am 31. Oktober in den USA ist riesig: Es wird stets nur von Weihnachten übertroffen. Allerdings hat eine Umfrage des Nationalen Bundes der Einzelhändler (National Retail Federation/NRF) Mitte September ergeben, dass ein Drittel der Amerikaner bei Halloween den Gürtel diesmal etwas enger schnallen will. Durchschnittlich 56 Dollar wollen die Bürger demnach für Halloween-Artikel ausgeben - das sind 10 Dollar weniger als 2008.

Umsatz von 4,75 Milliarden Dollar erwartet

Erwartet wird für dieses Jahr insgesamt ein Umsatz von 4,75 Milliarden Dollar (3,15 Milliarden Euro). Zum Vergleich: In Deutschland stieg der Umsatz mit Halloween-Produkten im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2007 um rund 40 Prozent auf 28 Millionen Euro, schätzt die Fachgruppe Karneval des Deutschen Verbandes der Spielwarenindustrie.

In den amerikanischen Halloween-Shops ist indes wenig von der angekündigten Sparsamkeit zu spüren. “Ich bin trotz der schwierigen Wirtschaftslage zuversichtlich“, sagt Lorenzo Caltagirone von “Total Fright Productions“. Die Menschen hätten gespart - sich kein Haus oder Auto gekauft. “Jetzt haben sie ein bisschen Bargeld übrig, das sie für Vergnügen verprassen möchten. Darauf hoffe ich, und das zeigt sich auch in der Branche.“

Das untermauert Ray Valente von “Halloween Express“: “Wir hatten schon am 1. Oktober unseren ersten Tag mit 20 000 Dollar Umsatz. So früh gab es das noch nie.“ Die Kauflust der Kunden führt Valente auf den Spaßfaktor zurück: “Die meisten Leute feiern gerne, besonders jetzt, wo sie ständig unter diesem Spardruck stehen.“

Andrea Schwyzer

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