Noch ein Selbstmord in chinesischem Konzern

Shenzhen - Der weltgrößte Hersteller von Elektronikteilen, das chinesische Unternehmen Foxconn, ist wegen einer Serie von Selbstmorden unter Druck. Zehn Mitarbeiter haben sich 2010 das Leben genommen.

Seit Jahresbeginn haben sich bereits zehn Mitarbeiter der Foxconn-Fabrik in Shenzhen das Leben genommen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Zuletzt stürzte ein 23-jähriger Arbeiter am Mittwochabend aus dem siebten Stock des Wohnheims in den Tod. Nur einige Stunden zuvor hatte der Konzernvorsitzende Terry Gou Journalisten über das Fabrikgelände geführt, um Berichten über schlechte Arbeitsbedingungen entgegenzutreten.

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Laut Gou wurden Sicherheitsnetze an den Gebäuden angebracht und mehr Berater engagiert. In dem Werk in Shenzhen arbeiten 300.000 Menschen. Arbeitnehmervertreter machen einen rigiden Führungsstil für die Selbstmorde mitverantwortlich. Das Fließband laufe zu schnell, und die Arbeiter müssten zu viele Überstunden machen, hieß es. Foxconn hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Foxconn gehört zum taiwanischen Konzern Hon Hai Precision Industry. Das Unternehmen produziert unter anderem für Apple, Sony, Dell, Nokia und Hewlett-Packard.

DAPD

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