Noch ein Erdbeben auf Sumatra

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Sumatra ist wenige Stunden nach dem schweren Beben von Mittwoch am Donnerstagmorgen erneut von einem schweren Beben erschüttert worden.

Jakarta - Mitten in den Bergungsarbeiten nach dem schweren Seebeben vom Mittwoch hat am Donnerstag ein weiterer Erdstoß die Menschen auf der indonesischen Insel Sumatra in Angst und Schrecken versetzt. Über 500 Menschen starben.

Einen Tag nach dem Beben vor der Küstenstadt Padang ereignete sich um 08.52 Uhr Ortszeit (03.52 MESZ) ein Erdbeben, das die US-Erdbebenswarte mit der Stärke 6,8 maß. Es ereignete sich in einer geringen Tiefe von 24 Kilometern 240 Kilometer südlich von Padang im Landesinneren. Erdbeben in einer geringen Tiefe auf Land haben im Allgemeinen eine große Zerstörungskraft. Zunächst lagen keine Informationen über Opfer und Schäden des zweiten Erdbebens vor.

Bilder vom zweiten Erdbeben auf Sumatra

Zweites Erdbeben auf Sumatra

Die Opferzahl nach dem Erdbeben vor Indonesien ist auf mindestens 529 gestiegen, 423 Verletzte wurden geborgen. Allein in Padang, der Hauptstadt von West-Sumatra, starben 376 Menschen. Tausende sind nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde noch unter Trümmern eingeschlossen. Die Gesundheitsministerin schloss nicht aus, dass die Katastrophe größer sein könnte als das Beben in Yogyakarta auf Java vor drei Jahren, bei dem mehr als 5000 Menschen ums Leben kamen.

Die Regierung hat bereits zwei Transportflugzeuge mit Zelten, Medikamenten und Nahrungsmitteln in die besonders betroffene Großstadt Padang geschickt. Unterwegs sind auch Vertreter zahlreicher Hilfsorganisationen. Viele Zufahrtsstraßen zu der Region sind durch Erdrutsche verschüttet.

Erstes Beben am Mittwoch

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Das erste Erdbeben hatte Sumatra am Mittwoch mit einem Epizentrum 50 Kilometer vor Padang getroffen. Tausende von Menschen wurden unter den Trümmern von Häusern begraben - in der 900.000-Einwohnerstadt stürzten auch Krankenhäuser, ein Hotel und ein Klassenraum ein, teilten Behördensprecher mit. Bis zum Erdbeben am Donnerstag wurden allein in Padang mindestens 200 Leichen geborgen. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer auf ganz Sumatra wesentlich höher sein wird, da viele ländliche Gebiete wegen der Schäden zunächst nicht erreichbar waren.

Bilder vom Erdbeben am Mittwoch auf Sumatra

Schweres Beben in Sumatra

Der Bürgermeister von Padang rief über den Rundfunk zur Hilfe auf. “Wir benötigen wirklich Hilfe. Wir rufen dazu auf, nach Padang zu kommen und helfen, Verletzte und Tote zu bergen“, sagte Fauzi Bahar. In der Provinz wurden Tausende von Toten befürchtet. Das Erdbeben vom Mittwoch werde schlimmere Ausmaße als das nach dem Beben von Yogyakarta“ vor drei Jahren erreichen, sagte Gesundheitsministerin Siti Fadilah Supari. Dort waren mehr als 3.000 Opfer zu beklagen. Die Beben ereigneten sich am selben Spalt der Erdkruste, an dem auch der verheerende Tsunami von 2004 entsprungen war.

AP

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