Nobelpreise 2015: Von DNA-Werkzeugkästen und Parasiten

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Kampf für Demokratie - dem "tunesischen Quartett für den nationalen Dialog" wurde in diesem Jahr der Friedensnobelpreis verliehen. Foto: Hakon Mosvold Larsen

Der Kampf für Demokratie in Tunesien, Literatur über die Folgen des Sowjet-Regimes und Malaria-Forschung sind 2015 mit dem Nobelpreis bedacht worden. Nun werden die Auszeichnungen überreicht.

Stockholm/Oslo (dpa) - Die diesjährigen Nobelpreise werden in Oslo und Stockholm feierlich verliehen. Zunächst bekommt das tunesische Quartett für den nationalen Dialog in Norwegens Hauptstadt am späten Mittag den Friedensnobelpreis 2015 für seine Demokratie-Bemühungen.

In Stockholm überreicht Schwedens König Carl XVI. Gustaf dann am späten Nachmittag (16.30 Uhr) die Auszeichnungen in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Wirtschaftswissenschaft und Literatur.

Mit dem Literaturnobelpreis wird in diesem Jahr die 67 Jahre alte Weißrussin Swetlana Alexijewitsch geehrt. Die gelernte Journalistin erhielt die Auszeichnung "für ihr vielstimmiges Werk, das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt".

Der Medizin-Preis ging an die Parasitenforscher Youyou Tu aus China, Satoshi Omura aus Japan sowie den in den USA lebenden gebürtigen Iren William Campbell. Dank ihrer Erkenntnisse über Tropenkrankheiten wie Malaria konnten Millionen Menschen gerettet werden.

Die diesjährigen Physik-Preisträger sind die Teilchenforscher Takaaki Kajita aus Japan und Arthur McDonald aus Kanada, die bewiesen haben, dass Neutrinos eine Masse besitzen. Die winzigen Teilchen entstehen etwa bei Kernreaktionen in der Sonne. In der Chemie wurden die Erbgut-Forscher Tomas Lindahl, Paul Modrich und Aziz Sancar geehrt, die lebenswichtige Reparatur-Sets für Erbgutschäden enträtselt haben.

Die Preise sind mit je acht Millionen schwedischen Kronen (rund 860 000 Euro) dotiert. Sie werden traditionell am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel vergeben. Auf das Testament des schwedischen Industriellen gehen die prestigeträchtigen Auszeichnungen zurück.

Einzige Ausnahme ist der Wirtschaftspreis, den die Schwedische Reichsbank erst 1968 stiftete. In diesem Jahr bekam ihn der amerikanische Armuts- und Konsumforscher Angus Deaton.

Über die Nobelpreise, Englisch

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