Neun Tote bei Explosionen im Nordkaukasus

Moskau - Zwei Tage nach den Terroranschlägen in der Moskauer Metro sind bei Bombenexplosionen im Konfliktgebiet Nordkaukasus mindestens neun Menschen getötet worden.

Das teilte das russische Innenministerium nach Angaben der Agentur Interfax am Mittwoch mit. In der Stadt Kisljar in der russischen Teilrepublik Dagestan habe sich ein Selbstmordattentäter in Polizeiuniform in die Luft gesprengt. Zuvor war berichtet worden, ein Sprengsatz sei in einem Auto vor einer Schule explodiert. Zum Zeitpunkt der Explosion seien keine Kinder in dem Gebäude gewesen, hieß es. Im Nordkaukasus kommt es immer wieder zu schweren Anschlägen islamistischer Untergrundkämpfer, die für einen unabhängigen Gottesstaat kämpfen.

Die Islamisten hatten gedroht, den “Krieg“ auch ins russische Kernland zu tragen. Am Montag waren bei einem Doppelanschlag in der Moskauer Metro 39 Menschen gestorben. Dutzende wurden verletzt. In dem Konfliktgebiet Nordkaukasus starben allein 2009 bei Kämpfen russischer Sicherheitskräfte, krimineller Banden und islamistischer Rebellen mehr als 1000 Menschen, unter ihnen auch viele Zivilisten. Der Kreml versucht seit Jahren, Ruhe in die Region zu bringen. In dem Gebiet sind 23 000 Sicherheitskräfte stationiert.

dpa

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