Afghanistan

Neun Ausländer getötet

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Mehrere Soldaten, aber auch zivile Opfer sind am Dienstag in Afghanistan ums Leben gekommen.

Kabul - Bei einem Hubschrauber-Absturz, einem Anschlag und bei Gefechten sind in Afghanistan mindestens neun Ausländer getötet worden.

Die Opfer sind nach Militärangaben ein italienischer und zwei amerikanische Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF sowie sechs zivile Vertragsarbeiter der ausländischen Streitkräfte, deren Nationalität unklar blieb.

Die Bundeswehr im nordafghanischen Kundus wurde am Dienstag erneut zum Ziel eines Angriffs Aufständischer. Deutsche Soldaten seien nicht verletzt worden, teilte die Bundeswehr mit. Eine Patrouille sei in einen Hinterhalt geraten. Die Soldaten hätten das Feuer erwidert und den Angriff abgewehrt.

Beim Absturz des Hubschraubers in der umkämpften südafghanischen Provinz Helmand wurden alle sechs zivilen Vertragsarbeiter an Bord getötet. Ein ISAF-Sprecher sagte, ein afghanischer Zivilist am Boden sei bei dem Absturz am Dienstag im Distrikt Sangin verletzt worden. Angaben zur Absturzursache oder zur Nationalität der getöteten Zivilisten machte der Sprecher nicht. Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi sagte, Aufständische hätten den Helikopter nahe einer britischen Militärbasis abgeschossen.

Ein Polizeioffizier, der anonym bleiben wollte, sagte dagegen, Taliban-Kämpfer seien zum Zeitpunkt des Absturzes nicht in der Gegend gewesen. Bei einem Anschlag in der südwestafghanischen Provinz Farah wurde am Dienstag ein italienischer Soldat getötet. Drei italienische Fallschirmspringer seien bei der Explosion des Sprengsatzes verletzt worden, schwebten aber nicht in Lebensgefahr, berichteten italienische Medien. Ministerpräsident Silvio Berlusconi sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Mitglieder der Opposition forderten einen sofortigen Abzug der rund 2800 italienischen Soldaten aus Afghanistan.

Schwere Verluste bei den Briten

Ein Sprecher der US-Armee berichtete unterdessen, bei der Großoffensive gegen die Taliban in Helmand seien zwei amerikanische Soldaten getötet worden. Die ISAF bestätigte den Tod von zwei ihrer Soldaten im Süden des Landes bei Gefechten am Montag, machte aber wie üblich keine Angaben zur Nationalität. In Helmand haben 4000 US-Marineinfanteristen und 650 afghanische Soldaten zu Monatsbeginn eine Offensive gegen die radikal-islamischen Taliban begonnen, die von britischen Truppen flankiert wird.

Besonders die Briten haben in den vergangenen Tagen schwere Verluste in Südafghanistan erlitten. Die US-Armee teilte mit, in der südostafghanischen Provinz Ghasni seien mehrere mutmaßliche Extremisten getötet und drei Verdächtige gefangen genommen worden. Bei einer Razzia in der südafghanischen Provinz Kandahar seien ein Aufständischer getötet und elf Verdächtige festgenommen worden. Soldaten hätten Waffen, Munition, Material zum Bombenbau sowie 100 Pfund Opium zerstört.

dpa

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