Neuer gefährlicher Scharlach-Erreger 

Hongkong - Mediziner warnen vor einem besonders gefährlichen Scharlach-Erreger, der bereits zwei Kinder in Hongkong getötet habe.

Vermutlich mache eine Veränderung im Erbgut den Erregerstamm besonders infektiös, teilten Forscher der Universität Hongkong am Montag mit. Sie haben das Genom des neuartigen Erregers bereits sequenziert.

Der neue Stamm ist nach Medizinerangaben zudem gegen Antibiotika resistent, die gewöhnlich gegen Scharlach eingesetzt werden. Ein 7-jähriges Mädchen und ein 15-jähriger Junge waren nach Medizinerangaben in den vergangenen drei Wochen in Hongkong an Scharlach gestorben - es seien die ersten Scharlachtoten in der Stadt seit zehn Jahren.

In diesem Jahr seien zudem bereits mehr als 300 Menschen erkrankt und damit dreimal so viele wie im vergangenen Jahr. Die Genetiker fanden ein kleines Erbgutstück, das in Vergleichsstämmen nicht vorkommt und etwa 2,5 Prozent des Erbguts ausmacht. Es stamme wahrscheinlich von anderen Mundbakterien und trage dazu bei, dass der neue Stamm infektiöser werde, teilte die Universität Hongkong mit. Scharlach verbreitet sich über Tröpfcheninfektion zum Beispiel beim Niesen.

Oft beginnt die Krankheit mit hohem Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Typische Symptome sind Mandelentzündung, Zungenbelag und ein feinfleckiger Hautausschlag, der sich oft über den ganzen Körper zieht. Komplikationen sind Entzündungen des Mittelohrs oder der Gelenke, es kann aber auch zu einer tödlichen Blutvergiftung kommen.

dpa

Dschungelcamp 2017: Tag sechs im Busch in Bildern

Dschungelcamp 2017: Tag sechs im Busch in Bildern

Deutschland besiegt Weißrussland - die Bilder

Deutschland besiegt Weißrussland - die Bilder

DHB-Auswahl wahrt weiße Weste - 31:25 gegen Weißrussland

DHB-Auswahl wahrt weiße Weste - 31:25 gegen Weißrussland

Werder-Training am Mittwoch

Werder-Training am Mittwoch

Meistgelesene Artikel

Intimrasur im Schaufenster: Sie nimmt Amts-Anordnung wörtlich

Intimrasur im Schaufenster: Sie nimmt Amts-Anordnung wörtlich

Sturmfluten im Norden, Glätte im Süden

Sturmfluten im Norden, Glätte im Süden

Deutscher Segler im Atlantik tot aufgefunden

Deutscher Segler im Atlantik tot aufgefunden

Pilotenfehler soll zu Absturz geführt haben

Pilotenfehler soll zu Absturz geführt haben

Kommentare