Russland gibt noch zehn Millionen Euro für Tschernobyl-Hülle

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Der Bau einer neuen Schutzhülle in Tschernobyl ist vorerst finanziert. Foto: Andreas Stein

Moskau (dpa) - Russland hat zehn Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt, damit eine neue Schutzhülle um den 1986 explodierten Atomreaktor von Tschernobyl zu Ende gebaut werden kann.

Einen Tag nach der Geberkonferenz in London gab auch die russische Führung ihren Beitrag bekannt. Damit soll die Finanzierungslücke für das Milliardenprojekt in der Ukraine weiter geschlossen werden. Es fehlt aber weiter Geld.

Bei der Geberkonferenz in der britischen Hauptstadt waren 530 der notwendigen 615 Millionen Euro zusammengekommen. Der etwa 100 Meter hohe und rund 2,1 Milliarden Euro teure Sarkophag soll die bisherige, einsturzgefährdete Schutzhülle aus Beton ersetzen. Er soll im November 2017 fertig werden und die Umgebung rund 100 Jahre lang vor Strahlung schützen. An dem bereits 1997 beschlossenen Projekt für den neuen Sarkophag sind rund 40 Länder beteiligt.

Der Super-Gau in Tschernobyl am 26. April 1986 war die größte Atomkatastrophe in der Geschichte der zivilen Nutzung der Nuklearenergie. Seit einigen Tagen toben in der Region um den Reaktor Waldbrände. Nach Meinung von Umweltexperten könnten dadurch radioaktive Partikel vom Boden aufgewirbelt werden. Auch am Donnerstag betonten die ukrainischen Behörden, dass keine erhöhte Strahlung gemessen worden sei.

Russische Regierungsanordnung zu Tschernobyl-Finanzierung

EBRD zum Chernobyl Shelter Fund

EBRD zur geplanten Schutzhülle

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