Neue Suche nach Airbus-Wrack im Atlantik

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Die Suche nach den Flugschreibern der im Juni 2009 abgestürtzen Air-France-Maschine vor Brasilien geht weiter.

Paris - Die Suche nach der Absturzursache der Air France Maschine vor Brasilien im Juni 2009 geht weiter. Die Chancen die Flugschrieber zu finden, seien erheblich gestiegen, heißt es.

Der rätselhafte Absturz eines Airbus im Juni 2009 mit 228 Menschen an Bord könnte doch noch aufgeklärt werden. Die Chancen, die Flugschreiber zu finden, seien deutlich besser als 50:50, sagte der Chef des französischen Amts für Unfallanalyse BEA, Jean-Paul Troadec, am Mittwoch in Le Bourget bei Paris. Es ist allerdings die letzte Chance für einen Erfolg. Wie vor Weihnachten angekündigt, soll die Suche Mitte März beginnen. Die Air-France- Maschine war am Pfingstmontag auf dem Nachtflug von Rio nach Paris in einem Unwetter abgestürzt. Das Gebiet sei von 17.500 auf 2000 Quadratkilometer eingegrenzt worden, sagte Troadec.

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Die Suche werde einen Monate dauern, könne aber verlängert werden. Das BEA will dazu zwei Schiffe aus Norwegen und den USA mit Sonargerät und Tauchrobotern einsetzen. Es ist die dritte Suche, sie wird voraussichtlich fast zehn Millionen Euro kosten - finanziert wird sie von Airbus und Air France. Die bisherigen Aktionen haben bereits ungefähr den gleichen Betrag gekostet. Schon nach dem Scheitern der zweiten Suche im Herbst hatte das BEA erklärt, es sei “recht wahrscheinlich“, das Wrack und die Flugschreiber im Frühjahr 2010 zu finden. Nach dem Absturz waren Wrackteile und Leichen geborgen worden.

Die Flugschreiber, die mit ihren Daten zur Aufklärung beitragen könnten, blieben aber verschwunden. Bei dem Unglück kamen alle Menschen an Bord ums Leben, darunter auch 28 Deutsche. Vor dem Absturz waren die Pitot-Sonden zur Messung der Geschwindigkeit, der Autopilot und andere Systeme ausgefallen. Das kann den Unfall dem BEA zufolge aber nicht erklären. Als Konsequenz aus den Ermittlungen fordert das Amt neue Zulassungskriterien für Geschwindigkeitsmesser bei Langstreckenjets, eine bessere Sicherung der Flugdaten und Studien zur Wolkenbildung in großer Flughöhe.

dpa

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