Neue Röhre für Nadelöhr Tauerntunnel

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Zwölf Menschen starben bei dem Feuer-Inferno im Tauerntunnel im Jahr 1999. Jetzt endlich wurde die zweite Röhre für diese wichtige Verbindung fertiggestellt.

Salzburg - Ein Nadelöhr weniger auf dem Weg in den Italien-Urlaub: Vier Jahre nach Beginn der Bauarbeiten fließt der Verkehr im Tauerntunnel im südlichen Salzburger Land ab sofort durch eine neue Röhre.

Für die Autofahrer ändert sich allerdings vorerst wenig, denn nun wird der Verkehr von der 35 Jahre alten Röhre in die neue umgeleitet. Die alte Röhre wird noch bis Juli 2011 saniert, erst dann kann wirklich in beide Richtungen zweispurig gefahren werden.

“Elf Jahre nach der tragischen Brandkatastrophe ist es endlich gelungen, diese Sicherheitslücke zu schließen“, sagte die Salzburger Regierungschefin Gabi Burgstaller bei der Eröffnung am Freitag. 1999 hatte ein Auffahrunfall in dem 6,4 Kilometer langen Tunnel zwölf Todesopfer, darunter eine fünfköpfige Familie aus Reutlingen, und zahlreiche Verletzte gefordert.

“Neben der Verkehrssicherheit sind natürlich auch die Vermeidung von Staus und langen Wartezeiten sowie die damit verbundene wirtschaftliche und touristische Verbesserung der Situation in diesem Bereich ein wichtiges Argument“, erläuterte Salzburgs Verkehrs- und Tourismusreferent Wilfried Haslauer. Die Sprecherin des Straßenbetreibers Asfinag, Anita Oberholzer, ergänzte: “Man kann sicher sagen, dass der Tauerntunnel ab heute zu den modernsten Tunnelanlagen gehört, wenngleich er noch nicht ganz fertiggestellt ist.

Nun wird die alte Röhre nach 35 “Dienstjahren“ auf den neuesten Stand gebracht. Vor allem werden auch 26 Querverbindungen zur neuen Röhre geschlagen, die als Fluchtwege und Zufahrt für Einsatzfahrzeuge dienen. Von Juli 2011 an - dann mit je zwei Spuren Richtung Süden und Richtung Norden - sollen Blockabfertigung und schwere Unfälle im Tunnel der Vergangenheit angehören.

Baubeginn für die neue Röhre war im Juli 2006. Nach Auskunft der Asfinag kostet das Projekt samt Sanierung der alten Röhre 212 Millionen Euro. Es soll das letzte Nadelöhr auf der wichtigen Nord- Süd-Verbindung beseitigen. Zwischen Unfallexperten und Politikern hatte es ein jahrelange Tauziehen um eine Zwei-Röhren-Lösung gegeben. Der Tauerntunnel auf der A10 verbindet das Mölltal in Kärnten mit dem Gasteinertal in Salzburg.

dpa

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