Neue Kampagne: "Liebesleben" statt "Gib Aids keine Chance"

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Der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherungen, Volker Leienbach (l-r), die Leiterin der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung, Heidrun Thaiss, Gesundheitsminister Hermann Gröhe und der Moderator und Schauspieler Ingolf Lück in Berlin. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

"Dein Ex juckt Dich noch immer? Ab zum Arzt" - Solche Sprüche und Comic-Plakatmotive gehören zur neuen bundesweiten Präventionskampagne "Liebesleben" zum Schutz vor HIV und Co.

Berlin (dpa) - Mit der neuen Kampagne "Liebesleben" setzen Deutschlands Gesundheitsbehörden weiter auf den offenen Umgang mit Sexualität. Zudem geht es darum, sexuell übertragbare Krankheiten zu enttabuisieren.

Cartoons als Plakatmotive lösen ab Mitte Mai die Präventionskampagne "Gib Aids keine Chance" ab, teilte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit. Auf mehr als 65 000 Plakatflächen sind dann Botschaften wie "Egal worauf ihr steht, benutzt Kondome" oder "Dein Ex juckt Dich noch immer? Ab zum Arzt" zu lesen. Die Kampagne kostet rund vier Millionen Euro.

Die Comic-Motive sollen die bunte Vielfalt von Sexualität widerspiegeln. Sie zielen auch darauf, ohne erhobenen Zeigefinger die Ansteckungsgefahr mit HIV, Syphilis und anderen Geschlechtskrankheiten im Bewusstsein zu halten. "Liebesleben" ist auch auf Twitter und Facebook präsent.

Auch eine Art Neuauflage des Kino- und TV-Spot-Klassikers "Tina, wat kosten die Kondome?" von 1989 ist im Programm. Diesmal ist Schauspieler Ingolf Lück dafür mit seinem Film-Sohn im Supermarkt einkaufen und erlebt den Kondomkauf aus neuer Perspektive.

"Gib Aids keine Chance" habe in 30 Jahren bei vielen Menschen mehr Bewusstsein im Umgang mit HIV und geschaffen, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in Berlin. Diese Anstrengungen dürften auch mit Blick auf andere sexuell übertragbare Krankheiten nicht nachlassen.

Laut BZgA-Umfragen kennen nur rund die Hälfte der Interviewten das Ansteckungsrisiko bei Syphilis und Tripper (Gonorrhöe), bei Hepatitis sind es 13 Prozent, bei Chlamydien 10 Prozent.

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