NATO hatte "Arctic Sea" immer im Visier

Hamburg - Der unter mysteriösen Umständen entführte Frachter “Arctic Sea“ war entgegen offiziellen Verlautbarungen nie wirklich verschollen.

Die NATO wusste nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe) immer, wo sich der finnische Frachter befand. Man habe seinen Weg durch den Ärmelkanal, durch die Biskaya und vor der portugiesischen Küste stets verfolgt, hieß es in NATO- Kreisen auf Anfrage der “Süddeutschen Zeitung“. Die russische Regierung habe jedoch von Anfang an darauf bestanden, das Problem selbst lösen. Da haben sich die NATO bewusst rausgehalten. Sonst hätte es mächtige Verwicklungen gegeben, hieß es weiter.

Die NATO erklärt offiziell, sie habe Russland bei der Suche nach dem Schiff unterstützt. Zur Absprache mit Moskau habe gehört, dass nur Russland die Öffentlichkeit informieren durfte. Russlands NATO- Botschafter Dmitri Rogosin hatte kürzlich eingestanden, dass in dem Fall gezielt Falschinformationen gestreut worden seien, um die Rettung der 15 russischen Seeleute an Bord nicht zu gefährden.

dpa

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