Nasa-Sonde "New Horizons" absolviert Pluto-Besuch

Region nahe dem Äquator des Zwergplaneten Pluto. Foto: Nasa/Handout
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Region nahe dem Äquator des Zwergplaneten Pluto. Foto: Nasa/Handout
Die Sonde "New Horizons" näherte sich dem Pluto auf rund 12 000 Kilometer. Foto: EPA/NASA
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Die Sonde "New Horizons" näherte sich dem Pluto auf rund 12 000 Kilometer. Foto: EPA/NASA
Modell der Nasa-Sonde "New Horizons" im Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University. Foto: Michael Reynolds
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Modell der Nasa-Sonde "New Horizons" im Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University. Foto: Michael Reynolds
Die Sonde "New Horizons" hat sich Pluto auf rund 12 000 Kilometer genähert und ihn mit seinen sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersucht. Foto: EPA/NASA
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Die Sonde "New Horizons" hat sich Pluto auf rund 12 000 Kilometer genähert und ihn mit seinen sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersucht. Foto: EPA/NASA
Jubel in Laurel: Mitarbeiter und Gäste feiern im Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University den erfolgreichen Pluto-Besuch der Sonde "New Horizons". Foto: Michael Reynolds
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Jubel in Laurel: Mitarbeiter und Gäste feiern im Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University den erfolgreichen Pluto-Besuch der Sonde "New Horizons". Foto: Michael Reynolds
Gäste und Pressevertreter im Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University in Maryland verfolgen eine Präsentation der NASA. Foto: Michael Reynolds
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Gäste und Pressevertreter im Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University in Maryland verfolgen eine Präsentation der NASA. Foto: Michael Reynolds
Pluto (r) und sein innerster Mond Charon Sonde "New Horizons". Foto: EPA/NASA
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Pluto (r) und sein innerster Mond Charon Sonde "New Horizons". Foto: EPA/NASA

Washington (dpa) - Erstmals hat ein Fluggerät den Zwergplaneten Pluto besucht. Nach mehr als neun Jahren und fünf Milliarden Kilometern bestätigte die Nasa-Sonde "New Horizons" in der Nacht zum Mittwoch den Erfolg der Mission.

Am Abend veröffentlichte die Nasa erste hochaufgelöste Fotos und Daten. Die Bilder zeigen unter anderem mehr als 3000 Meter hohe, eisige Berge auf der Oberfläche des Planeten. "Ich bin völlig überrascht", sagte Nasa-Manager Alan Stern bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Auf Fotos von Plutos Mond Charon sind ebenfalls hohe Berge und zudem kilometertiefe Gräben zu sehen. Der Mond hat außerdem eine sehr dunkle Stelle, deren Entstehung sich die Wissenschaftler noch nicht erklären können. "Charon hat uns völlig vom Hocker gerissen", sagte Nasa-Wissenschaftlerin Cathy Holkin. Auch von Plutos Mond Hydra hat die Sonde "New Horizons" erstmals Fotos in vergleichsweise hoher Auflösung gemacht.

"Wir haben ein gesundes Raumschiff", sagte Nasa-Managerin Alice Bowman nach dem Empfang des Signals unter spontanem Jubel und Applaus in der Kontrollstation in Laurel im US-Bundesstaat Maryland. "Alles ist so, wie wir es geplant und geübt haben."

US-Präsident Barack Obama lobte den Vorbeiflug bei Twitter als "großen Tag für Entdeckungen und amerikanische Führungsstärke". Nasa-Chef Charles Bolden sprach bei einer Pressekonferenz von einem "unglaublichen Meilenstein" und einem "historischen Novum". Das "New Horizons"-Team habe Geschichte geschrieben, sagte auch Nasa-Manager John Grunsfeld. "Mit dem erfolgreichen Vorbeiflug am Pluto feiern wir die Krönung einer goldenen Ära der Planetenerforschung." Die eigentliche Arbeit gehe jetzt aber erst los. "Noch haben wir gar nichts gesehen, das war erst der Anfang."

Die Daten, die die Sonde während des Vorbeiflugs gesammelt hat, sollen nun nach und nach an die Erde gesendet und ausgewertet werden. Ein erstes Sende-Zeitfenster stand dafür bereits heute an. "Das wird mehrere Stunden dauern und dürfte sehr interessant werden - ein Wasserfall an Daten", sagte Nasa-Manager Alan Stern. Unter anderem erwarten die Wissenschaftler auch viele neue Fotos vom Pluto in bislang unerreichter Auflösung. Insgesamt wird es nach Angaben der Nasa 16 Monate dauern, bis alle von "New Horizons" gesammelten Daten zur Erde gesendet sind.

Die 700 Millionen Dollar teure "New Horizons"-Mission gilt als Meilenstein der Raumfahrtgeschichte. Die etwa Klavier-große und rund 500 Kilogramm schwere Sonde näherte sich dem Pluto auf rund 12 000 Kilometer und untersuchte ihn mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten, während sie mit 50 000 Kilometern pro Stunde an dem Zwergplaneten vorbeiraste. Der etwa minus 230 Grad kalte Pluto ist eine Art Eiszwerg, wie sie zu Zigtausenden bei der Entstehung des Sonnensystems übrig geblieben sind und seitdem den sogenannten Kuipergürtel bilden.

Bislang haben Forscher nur fragmentarisches Wissen über Pluto, das vor allem von Bildern des Hubble-Weltraumteleskops stammt. Pluto hat fünf Monde und sein Abstand zur Sonne ist im Mittel 40 Mal so groß wie die Entfernung der Erde zu Sonne. Er wurde vor 85 Jahren vom US-Astronomen Clyde Tombaugh entdeckt. Der Winzling, der mit einem Durchmesser von etwa 2300 Kilometern kleiner als der Erdenmond (3500 Kilometer) ist, soll nun erstmals kartographiert werden. An dem Projekt sind auch deutsche Wissenschaftler beteiligt.

Nach dem Pluto-Besuch soll "New Horizons", die unter anderem zwei US-Münzen und einen kleinen Haufen Asche des 1997 gestorbenen Pluto-Entdeckers Tombaugh an Bord hat, nun noch tiefer in den Kuipergürtel hineinfliegen. Wie und wohin die Sonde genau gelangen soll, beraten die Nasa-Wissenschaftler noch.

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