Trauer um Schwester Nirmala (80)

Nachfolgerin von Mutter Teresa gestorben

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Schwester Nirmala, hier im Jahr 2011, ist im Alter von 80 Jahren gestorben.

Kolkata - Kurz vor ihrem Tod hatte sich Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa als Nachfolgerin Schwester Nirmala noch selbst ausgesucht. Jetzt starb die Nonne im Alter von 80 Jahren in Indien.

Schwester Nirmala, die frühere Leiterin des Mutter-Teresa-Ordens im indischen Kolkata, ist tot. Sie starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 80 Jahren, wie eine Sprecherin der „Missionarinnen der Nächstenliebe“ sagte. Mutter Teresa hatte die Leitung des Ordens für die Ärmsten der Armen im Jahr 1997 an Schwester Nirmala abgegeben. Diese führte ihn bis 2009, ehe die gebürtige Westfälin Mary Prema übernahm.

Geboren wurde Schwester Nirmala als ältestes von elf Kindern in Ranchi im ostindischen Bundesstaat Bihar. 1958 trat die gebürtige Nirmala Josh vom Hinduismus zum katholischen Glauben über. „Schwester Nirmala hat ihr Leben dem Dienst (für Gott), der Pflege der Armen und Benachteiligten gewidmet“, twitterte Indiens Premierminister Narendra Modi.

Mutter Teresa, eine Nonne aus Albanien, war als Novizin nach Indien gekommen. Die Armut in Kolkata (damals: Kalkutta) erschütterte sie so sehr, dass sie 1950 ihren Orden „Missionarinnen der Nächstenliebe“ gründete. Mit dem Friedensnobelpreis 1979 wurde sie weltbekannt; später wurde sie von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Bis heute führt ihr Orden weltweit Kranken- und Waisenhäuser und das berühmte Sterbehaus in Kalkota. Ihre erste Mission führte Schwester Nirmala nach Panama. Später übernahm sie die Leitung von Ordenshäusern in Europa und in den USA. 1997, wenige Monate vor ihrem Tod, stellte Mutter Teresa ihre Nachfolgerin dem Papst vor. Schwester Nirmala habe die Arbeit von Mutter Teresa mit ruhiger Hingabe und Würde fortgesetzt, erklärte Oppositionspolitiker Rahul Gandhi.

Die Beerdigung von Schwester Nirmala soll am Mittwoch sein. Die Regierungschefin des Bundesstaates Westbengalen, Mamata Banerjee, twitterte: „Kolkata und die Welt werden sie vermissen.“

Twitter-Account von Mamata Banerjee

dpa

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