Elter sollen ihn geschüttelt haben

Nach Tod von Kleinkind gehen Ermittlungen weiter

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Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg.

Hamburg - Ein kleiner Junge stirbt - vermutlich an den Folgen eines Schütteltraumas. Ermittelt wird gegen die Mutter des Kindes und ihren Lebensgefährten. Was bleibt ist die Frage, wie das passieren konnte.

Zwei Tage nach dem Tod eines Kleinkindes aus Hamburg gehen die Ermittlungen an diesem Montag weiter. Der zwölf Monate alte Tayler war am Samstag gestorben - eine Woche nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus. Der kleine Junge erlag nach Angaben von Oberstaatsanwalt Carsten Rinio im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) seinen Verletzungen. Er soll geschüttelt worden sein.

Der Leichnam sollte am Sonntagabend untersucht werden. Ergebnisse werden frühestens für diesen Montag erwartet. Ermittelt wird laut Rinio gegen die 22 Jahre alte Mutter des Kindes und ihren 26 Jahre alten Lebensgefährten, der nicht der Vater ist. Medienberichten zufolge wurde die Familie vom Jugendamt betreut.

Auch politisch wird der Fall des kleinen Tayler diskutiert. Die CDU-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft hat eine Sondersitzung des Familienausschusses beantragt. Es müsse geklärt werden, wie es sein könne, „dass in Hamburg immer wieder Kinder durch Misshandlung oder Vernachlässigung zu Tode kommen“, sagte der familienpolitische Sprecher Philipp Heißner.

Nur einen Tag bevor das Kind am 12. Dezember ins UKE gebracht wurde, soll Medienberichten zufolge eine sozialpädagogische Familienhilfe die Familie besucht haben. Die Fachkraft habe blaue Flecken dokumentiert, dies aber nicht an den Allgemeinen Sozialen Dienst weitergemeldet, hieß es. Die Jugendhilfeinspektion sei eingeschaltet worden, um dem nachzugehen.

Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) kündigte an, die Jugendhilfeinspektion werde Unterstützung durch den Experten Prof. Christian Schrapper von der Universität Koblenz-Landau bekommen. „Wir brauchen Klarheit darüber, welche Maßnahmen der Allgemeine Soziale Dienst zum Kinderschutz ergriffen hat und warum es trotz der Hilfen zum Tod des Jungen kam.“

dpa

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