Eklat in Indien

Wegen Rechenschwäche: Braut lässt Hochzeit platzen

Neu Delhi - Was 15 plus 6 ist, sollte man schon wissen. Zumindest, wenn man Chancen beim weiblichen Geschlecht haben will. Das hat jetzt ein Inder erfahren müssen.

Eine indische Braut hat ihre Hochzeit wegen der Kopfrechnen-Schwäche des Bräutigams platzen lassen. Sie fragte den Mann direkt vor der Trauung, was 15 plus 6 sei. Er habe mit „17“ geantwortet, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. „Die junge Frau bezweifelte offenbar, dass der Bräutigam lesen und schreiben kann.“ Nach der falschen Antwort habe sie ihn stehen gelassen. Die meisten Hochzeiten in Indien werden arrangiert; die Eheleute kennen sich meist kaum oder gar nicht.

Der Vorfall habe zu großer Aufregung im Dorf Karerampur im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh geführt, sagte der Polizist Pradeep Kumar weiter. „Die Familie des Bräutigams versuchte, die Braut zur Umkehr zu bewegen, doch sie blieb bei ihrer Entscheidung“, sagte er. Die Geschenke, die die Familien schon ausgetauscht hatten, wurden zurückgegeben.

Der Vater der Braut erzählte der indischen Zeitung „Times of India“, er fühle sich betrogen. „Jeder Erstklässler muss solch ein simples mathematisches Problem lösen können“, sagte er demnach. „Es war eine sehr beschämende Situation für uns alle, da wir ja schon alles vorbereitet hatten.“ Hochzeiten werden in Indien traditionell von der Familie der Braut bezahlt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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