Trotz glimpflichen Ausgangs

Notstand nach Erdbeben auf Kefalonia

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Finsterer Himmel über Kefalonias Hauptstadt Argostoli - doch das Beben ging glimpflich aus.

Athen - Auf der griechischen Insel Kefalonia ist nach einem Erdbeben der Stärke 5,9 der Notstand ausgerufen worden. Die meisten Einwohner verbrachten die Nacht im Freien.

Einen Tag nach einem starken Erdbeben hat der griechische Innenminister Ioannis Michelakis am Montagmorgen den Notstand für die westgriechische Insel Kefalonia ausgerufen. Damit gab er den Behörden die Möglichkeit, ohne Formalitäten Menschen und Unternehmen zur Arbeit zu verpflichten, damit die Folgen des Bebens beseitigt werden. „Die Gebäude der Insel haben gehalten. Wir hatten keine Opfer“, sagte der Minister im griechischen Fernsehen erleichtert.

Sieben Menschen wurden durch herabfallende Gegenstände leicht verletzt, wie die lokalen Behörden mitteilten. Zudem gab es Straßen- und Gebäudeschäden.

Der große Erdstoß hatte am Sonntag eine Stärke von 5,9, wie das geodynamische Institut von Athen am Montag mitteilte. Es korrigierte damit seine eigenen Angaben vom Vortag. Zunächst war die Stärke 5,8 mitgeteilt worden. Es folgten Dutzende Nachbeben. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Argostoli auf der Insel Kefalonia im Ionischen Meer. Seismologen konnten am Montag nicht sagen, ob das Beben vom Vortag der Haupterdstoß war. Es müssten einige Tage vergehen ehe man Entwarung geben könne, hieß es. Deshalb blieben alle Schulen auf Kefalonia und den Nachbarinseln Ithaka und Zakynthos am Montag geschlossen.

Die meisten der rund 36 000 Einwohner der Insel verbrachten örtlichen Radiosendern zufolge die Nacht im Freien und in ihren Autos, weil die Erde immer wieder bebte. Die Regierung stellte zwei Fähren mit rund 2000 Betten Menschen zur Verfügung, die Angst hatten, in ihre Häuser zurückzukehren. Kefalonia und die nahegelegene Insel Zakynthos waren 1953 nach einem Seebeben der Stärke 7,2 verwüstet worden. Damals starben knapp 500 Menschen.

dpa

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