Mutter in Florida erschießt "aufmüpfige" Kinder

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Die Polizisten fanden eine grausige Szene am Tatort vor.

Washington - Eine Mutter in Florida hat ihre beiden Kinder im Alter von 13 und 16 Jahren erschossen, weil sie “Widerworte“ gaben.

Das sagte sie nach Medienberichten vom Wochenende den Polizisten, die sie blutübersudelt in ihrem Haus in Tampa vorfanden. Die Szene war so grausig, dass die Beamten am Tatort psychologisch betreut wurden. Die Mutter befand sich am Sonntag im Krankenhaus, warum, wurde zunächst nicht bekannt. Nach Augenzeugenberichten hatte sie “wilde“ Augen und es schüttelte sie am ganzen Körper, als sie von Polizisten abgeführt wurde.

Nach Angaben ihrer eigenen Mutter litt die 50-Jährige an Depressionen. Nach außen jedoch sah alles perfekt aus, man sprach von einer glücklichen Familie, wie aus dem Bilderbuch. Zwei wohlgeratene Kinder, gut in der Schule, begabt, nett, immer höflich, ein Vater mit einer erfolgreichen Karriere beim US-Militär: “Niemand hätte sich so etwas in den schlimmsten Träumen ausmalen können“, zitierten Medien Nachbarn.

Es geschah am Donnerstagabend vergangener Woche. Da holte die Mutter ihren 13-jährigen Sohn Powers wie üblich mit dem Auto vom Fußballtraining ab. Vor dem Aussteigen erschoss sie ihn aus nächster Nähe und ging dann ins Haus, wo Tochter Calyx gerade am Computer saß und ihre Schulaufgaben erledigte. Die Mutter schoss ihr in den Hinterkopf. Erst am nächsten Morgen kam die Polizei: Die in Texas lebende Mutter der Täterin hatte sich Sorgen gemacht, weil sie ihre Tochter nicht erreichen konnte, und Alarm geschlagen. Bei der Ankunft fanden die Beamten Powers im Auto vor, Calyx saß noch vor dem Computer, tot.

Ihre Mutter gab nach Angaben einer Polizeisprecherin die Tat zu: Sie sei es leid gewesen, dass ihr die beiden Kinder immer Widerworte gegeben hätten. Die Pistole hatte sie schon Tage vor der Tat gekauft, und die Polizei fand im Haus einen Zettel vor, auf dem die Mutter detailliert ihre Absicht schilderte, die Kinder umzubringen - und dann sich selbst. Der 48-jährige Vater, ein Heeresoberst, erfuhr während eines Einsatzes im Nahen Osten von der Tragödie.

dpa

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