Nach Attacke erschossen

Mutmaßlicher Islamist sticht auf Polizisten ein

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Diese französische Polizeistelle überfiel der mutmaßliche Islamist.

Joué-lès-Tours - Mit dem Ruf "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") ist in Frankreich ein mit einem Messer bewaffneter Mann in ein Polizeirevier gestürmt und hat dort mehrere Beamte verletzt.

Er verletzte nach Angaben des Innenministeriums drei Polizisten. Dann wurde er auf dem Kommissariat in Joué-lès-Tours erschossen, teilte das Innenministerium in Paris mit. Staatsanwalt Jean-Luc Beck sagte AFP, die Polizisten hätten von ihrem Notwehrrecht Gebrauch gemacht. Der Täter habe "bis zu seinem letzten Atemzug" immer wieder "Allahu Akbar" gerufen, hieß es aus Ermittlerkreisen.

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen handelte es sich bei dem Angreifer um Bertrand N. (20) , einen in Burundi geborene Franzosen, der der Polizei wegen Drogenhandel, Erpressung, Ladendiebstahl und Hehlerei bekannt war - nicht aber wegen "terroristischer Aktivitäten".

Ein Bekannter des Täters sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Sohn geschiedener Eltern sei nach seiner Ankunft in der zentralfranzösischen Kleinstadt Joué-lès-Tours vor einigen Jahren zum Islam übergetreten und habe den Namen Bilal angenommen. Aus Ermittlerkreisen verlautete am Sonntag, der 20-Jährige habe offenbar Sympathien für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehabt. Der Bruder des Getöteten sei den Sicherheitsbehörden wegen seiner radikalen Ansichten bekannt und habe nach Syrien ausreisen wollen.

Anti-Terror-Spezialisten schreiben dem Täter eine Facebook-Seite zu, deren Titelfoto seit Donnerstag ein Bild der schwarzen Flagge der IS-Miliz zeigt. Demnach gibt es auf der Seite zudem mehrere Einträge mit radikalen islamistischen Slogans. Fotos von ihm im Internet zeigten einen lächelnden jungen Mann mit rasiertem Kopf und dichten Vollbart, jedoch ohne Schnurrbart, wie das bei vielen Islamisten üblich ist.

Sicherheitsmaßnahmen verschärft

Den Fall übernahm die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft. Sie ermittelt wegen versuchten Mordes sowie krimineller Vereinigung im Zusammenhang mit einem terroristischen Unternehmen.

Innenminister Bernard Cazeneuve verurteilte die "brutale Aggression" und würdigte die "Kaltblütigkeit und Professionalität" der anwesenden Polizeibeamten. Für Polizisten und Feuerwehrleute seien landesweit die Sicherheitsmaßnahmen verschärft worden, verkündete der Innenminister. Premierminister Manuel Valls stellte sich hinter die "schwer verletzten und unter Schock stehenden" Polizisten. Wer gegen die Polizei vorgehe, werde die "Härte des Staates" zu spüren bekommen.

afp

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