Mutmaßliche Brandstifter nahe Moskau festgenommen

Moskau - Sind das die Feuerteufel, die weite Teile Russland in ein Flammenmeer verwandelt haben? Die Polizei hat nahe Moskau vier mutmaßliche Brandstifter verhaftet - auf frischer Tat.

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In Russland sind vier mutmaßliche Brandstifter festgenommen worden. Sie wurden in der 70 Kilometer von Moskau entfernten Stadt Naro-Fominsk festgenommen, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch berichtete. Demnach versuchte einer der Männer, einen in der Nähe einer Tankstelle gelegenen Wald in Brand zu setzen. Drei weitere Verdächtige wollten den Angaben zufolge eine Halle anzuzünden, in der großen Mengen an Lebensmitteln und Bier gelagert waren.

Unterdessen ist die Zahl der Wald- und Torfbrände in Russland ist weiter rückläufig. Trotzdem lag Moskau am Mittwoch noch unter einer Rauchglocke, wie ein Behördensprecher sagte. Die Schadstoffkonzentration in der Luft liege weiterhin über den Grenzwerten, teilte die Umweltaufsichtsbehörde Moscowmonitoring mit. Allerdings war der Smog nicht so schlimm wie Anfang des Monats. Für den (morgigen) Donnerstag sagten Meteorologen die seit langem ersehnte Abkühlung im Westen Russlands vorher.

Verheerende Waldbrände in Russland

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Eine Kaltfront werde Gewitter und heftigen Regen bringen. Ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums sagte, seit Donnerstag vergangener Woche hätten die Einsatzkräfte die in Flammen stehende Flächen rund um Moskau halbiert. Allerdings loderten rund um die Hauptstadt noch vier Wald- und fünf Torfbrände, halb so viele wie noch am Dienstag. In ganz Russland stünden noch 20.000 Hektar in Flammen, hieß es. Das wären im Vergleich zur größten Ausdehnung der Feuersbrünste nur noch zehn Prozent der Fläche.

Eine seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 130 Jahren beispiellose Hitzewelle hatte weite Teile Russlands in den vergangenen zwei Monaten fest im Griff. Tausende Brände brachen aus, zumeist im Westen des Landes. Mehr als 50 Menschen starben an den direkten Folgen, die Opfer des Smogs nicht mitgerechnet. Außerdem wurden mehr als 2.000 Wohnhäuser zerstört.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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